17.08.2009

Das Schicksal


... setzt den Hobel an.

Diese Redewendung ist dem "Hobellied" des Valentin aus dem Zaubermärchen »Der Verschwender« entnommen:

"Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt's beide gleich"

und zielt auf die angeblich ausgleichende Gerechtigkeit des Schicksals. Geschrieben wurde es vom österreichischen Dramatiker »Ferdinand Raimund« (Link führt zu Wikipedia).


geschrieben um 14:32 am 17.08.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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24.05.2009

Freut euch


... des Lebens!

ist eine Redewendung nach »Johann Martin Usteri« (Link führt zu Wikipedia).

Usteri verwendete diesen Ausdruck als Titel eines "Gesellschaftsliedes", das 1793 als Einzeldruck erschien und später vom Komponisten »Hans Georg Nägeli« (Link führt zu Wikipedia) vertont wurde. Darin heißt es:

     Freut Euch des Lebens,
     Weil noch das Lämpchen glüht,
     Pflücket die Rose,
     Eh sie verblüht!

Mein Opa brachte mir diese Strophe wie folgt bei:

     Freut Euch des Lebens,
     Großmutter wird mit der Sense rasiert,
     Alles vergebens,
     Sie war nicht eingeschmiert.

Diese Verballhornung stammt, wie ich gerade gelesen habe, aus einer Sammlung des Schriftstellers und Verlegers »Ernst Heimeran« (Link führt zu wikipedia).


geschrieben um 10:12 am 24.05.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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12.04.2009

Die Redewendung


... "Am Osterabend Fischhändler werden"

stammt aus dem Niederländischen und bedeutet, sich zu einer Zeit in einen Handel einlassen, in der kein Vorteil mehr zu erwarten ist.

Der Fischhandel blüht während der Fastenzeit; von Ostern ab wird wieder Fleisch gegessen. Im Original heißt es:

"Een vischkooper worden op paaschavond."


gefunden bei »zeno«

geschrieben um 15:55 am 12.04.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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27.03.2009

Die Hölle


... ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Dieser Ausspruch (Hell is paved with good intentions) stammt von »Samuel Johnson«, englischer Gelehrter, Lexikograph, Schriftsteller, Dichter und Kritiker, 1709-1784 (Link führt zu Wikipedia). Johnson erarbeitete das "Dictionary of the English Language", das bis heute alle ähnlichen englischen Lexika über die englische Sprache beeinflußt hat. In der von seinem Freund James Boswell (1740-1795) geschriebenen Biographie (The Life of Samuel Johnson) steht dieser Ausspruch genau unter dem Datum 14.04.1775.

Die Sentenz gibt es in leichten Abwandlungen in fast allen Sprachen, in Deutschland ist die Form "Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert" die gebräuchlichste.

Es wird vermutet, daß Johnson durch das biblische Buch "Jesus Sirach" zu diesem Ausspruch angeregt wurde. Dort steht: "Die Gottlosen gehen zwar auf einem gepflasterten Weg; aber an seinem Ende ist der Abgrund der Hölle" (21,11).

geschrieben um 10:32 am 27.03.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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17.03.2009

Sinnbild-Rätsel, 17.03.






»Foto: © pixel-vun bei pixelio.de«


Frage an alle LeserInnen:
Was hat die hier abgebildete Redensart mit dem 17. März zu tun?


geschrieben um 00:04 am 17.03.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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04.03.2009

Den Faden


... verloren habe ich gestern gleich zwei Mal. Und mir anschließend einen "Ariadnefaden" gewünscht, der hätte mir nämlich weitergeholfen :-)

Der Ariadnefaden hilft einem aus der Wirrnis einer undurchschaubaren oder schwierigen Situation heraus. Er wurde vor allem durch den Dichter »Ovid« bekannt, der von ihm in den Metamorphosen und dem Brief der Ariadne an Theseus spricht.

Was es mit dem Ariadnefaden auf sich hat, kann man bei »Wikipedia« nachschlagen. Und die Redewendung "Jemand hat den Faden verloren" stammt aus dieser Geschichte der griechischen Mythologie.

geschrieben um 14:32 am 04.03.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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26.02.2009

Redewendung




»Welche Redewendung ist hier gemeint?«


Genau, die Redensart lautet:
"es geht ans Eingemachte"

und gemeint ist damit u.a.:
"es werden die letzten Reserven aufgebraucht"

umgesetzt und Foto © Kellermeister bei pixelio.de


Weitere pixelio-Bildautoren haben ebenfalls Redensarten bildlich umgesetzt:

»klick hier«





geschrieben um 13:32 am 26.02.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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20.02.2009

Redensart




»? ? ?«

Nachtrag: Soeben aufgelöst von Marita:
»"S" (Es) liegt auf der Hand«

Eine Redensart umgesetzt und Foto © segolax bei pixelio.de

geschrieben um 19:19 am 20.02.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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18.02.2009

Schikaneder


... und Mozart waren die Erschaffer der Oper »Die Zauberflöte«. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart. Die Redewendung "... das höchste der Gefühle" stammt aus dieser Oper.

Papageno ist Vogelfänger und wird dem jungen Prinzen Tamino zur Seite gestellt, um Pamina, die Tochter der Königin der Nacht, zu retten. Sie wurde vom Fürsten Sarastro entführt.

Papageno besteht jedoch die Prüfungen nicht und ist nahe daran, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er glaubt nämlich, sein ihm zugedachtes "Weibchen" auf ewig verloren zu haben. Er bekommt jedoch den Rat, seine Zauberglöckchen noch einmal erklingen zu lassen - und schon erscheint Papagena. Ihr Glück besingen sie: "Es ist das höchste der Gefühle..." - aber gemeint ist nicht ihre Liebe, sondern der 'Elternsegen':

Es ist das höchste der Gefühle,
Wenn viele, viele, viele, viele,
Pa, pa, pa, pa, pa, pa, geno
Pa, pa, pa, pa, pa, pa, gena
Der Segen froher Ältern seyn;
Wenn dann die kleinen um sie spielen,
Die Ältern gleiche Freude fühlen,
Sich ihres Ebenbildes freun.
O welch ein Glück kann grösser seyn?



Bild: Emanuel Schikaneder als der erste Papageno.

Aus dem Titelblatt der Erstausgabe des Librettos der Zauberflöte.
Quelle: aus der Wikipedia-Enzyklopädie, gemeinfrei


geschrieben um 10:32 am 18.02.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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07.02.2009

Cäsar


... hat im Jahre 49 vor Christus den Rubikon, den Grenzfluß zwischen Gallien und Italien, überschritten - und damit begann sein Aufstieg als Gaius Iulius Caesar zum Alleinherrscher Roms. So zumindest wird es vom römischen Historiker Plutarch in der Biografie von Pompeius, dem Gegenspieler Cäsars, berichtet.

Gleich zwei Redewendungen sollen aus der Entscheidung Cäsars entstanden sein:

Der Ausdruck "den Rubikon überschreiten" steht dafür, sich unwiderruflich auf eine riskante Handlung einzulassen.

Und "die Würfel sind gefallen" [Iacta alea est] - auch dieser Spruch verbindet sich mit der Situation am Rubikon.




Bild: Caesar überschreitet den Rubikon (Reproduktion nach einem ungenannten Gemälde)
Quelle: aus der Wikipedia-Enzyklopädie, gemeinfrei


geschrieben um 14:16 am 07.02.2009 von Zitante - Kategorie: Redewendungen
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