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09.03.2010
Tagesspruch, 09.03.2010
(SdT xkafkax)
Es gibt nur ein Ziel, keinen Weg. Das, was wir Weg nennen, ist Zögern.
Franz Kafka (zugeschrieben)
Kommentare
Dieses Mal bin ich von dem Spruch nicht so überzeugt. Wieso ist der Weg Zögern? Man braucht doch einen Weg zum Ziel. Hier ist der Start, dort das Ziel. Es braucht Zeit bis zum Ziel.
Verstehe ich da etwas falsch?
Liebe Grüße
Regina
Das muss man glaub ich für sich selbst interpretieren. Für mich gibt es keine geraden Wege, zum Weg zwischen Start und Ziel, gibt es fast immer Umwege. Und die sind mehr als nötig, um für sich selbst Klarheit für das Ziel zu erhalten.
In diesem Falle stimme ich Kafka nicht zu.
Meine Interpretation von Leben, Weg und Ziel ist:
ein ergefülltes Leben zu leben, von dem ich am Ende sagen kann, dass ich zu mir selbst gefunden habe und Spuren hinterlasse, die anderen Menschen wichtig sind.
Insofern kann ich auch nicht vom "Ziel" an sich sprechen, denn der (Lebens-) Weg ist für mich das, was wirklich zählt und wichtig ist.
Und dazu zählen auch ganz sicher Umwege, nicht eingeplante Stopps, Rückschläge und Erfahrungen, die mich letztendlich weiterbringen, mich großmütiger, gelassener und - vielleicht irgendwann einmal - weiser machen :-)
Liebe Grüße, Edith T.
.
Vor allem ist es wichtig, dass man das ideelle Ziel, den wegweisenden Leuchtturm sozusagen, nicht mit dem real erreichbaren Hafen verwechselt. Fast immer enden Eifrige, die ihr Leuchtturmziel bis zur letzten Konsequenz verfolgen, in einer Katastrophe.
In diesem Fall ist Kaffka zu kaffkaesk, so dass sein Bild bis zur Unkenntlichkeit blass geraten ist. Nicht einmal Gott hat sein Ziel ohne einen siebentägigen Arbeitsweg erreicht. Ist eine Woche vielleicht eine Verzögerung? Manchmal wünscht man sich allerdings, er hätte mindestens zwei Wochen gezögert, dann gäbe es vielleicht weniger Fehler und Unzulänglichkeiten in dieser Welt.
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Verstehe ich da etwas falsch?
Liebe Grüße
Regina