Wenn du vom Leben sprichst,
sprichst du auch vom Tod
(aus: »Scherben 2007«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Was man für seine Pflicht hält,
kann man ohne Disziplin nicht erfüllen.
(aus: »Blattwerk«)
»© Robert Muthmann«
deutscher Journalist, Rechtsanwalt und Schriftsteller, * 1922
Die Musik verleiht der Liebe
fast so viel Sinnlichkeit wie die Natur.
(aus: »Aphorismen«)
»Emanuel Wertheimer«
deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischen Ursprungs, 1846-1916
Die Vernunft ist der Mutterstoff
des Wissens um Gut und Böse.
(zugeschrieben)
»Hildegard von Bingen«
deutsche Benediktinerin und Vertreterin der mittelalterlichen Mystik, 1098-1179
Erfahrung vermehrt unsere Weisheit,
verringert aber nicht unsere Torheiten.
(zugeschrieben)
»Josh Billings«, eigentlich Henry Wheeler Shaw
US-amerikanischer Schriftsteller, 1818-1885
Langweiler:
ein Mensch, der redet, wenn du wünschst, daß er zuhört
aus: »Des Teufels Wörterbuch«
»Ambrose Gwinnett Bierce«
US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist, 1842-1914
Versprochen ist versprochen,
sagte der Intendant zur Ansagerin.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Betrachtet der Mensch die Natur und das Leben
mit einer für alles Schöne empfänglichen Seele,
offenen Auges und ohne Eigennutz,
dann werden sie ihm auch viel Vergnügen bereiten.
(aus: »Mein Leben«)
»Alexander Iwanowitsch Herzen«
Pseudonym: Iskander, russischer Philosoph, Schriftsteller und Publizist
Vordenken ist ein gutes Nachdenken
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Der Staat ist heute Jedermann,
und Jedermann kümmert sich um Niemanden.
(zugeschrieben)
Honoré de Balzac
französischer Schriftsteller, 1799-1850
Die Wissenschaft ist nichts
als das Abbild der Wahrheit.
(aus: »Novum organum scientiarum«)
Sir Francis Bacon
englischer Philosoph und Staatsmann, 1561-1626
Glücklich, wer sich zuerst erzieht,
ehe er sich anmaßt, andere zu bessern.
(zugeschrieben)
»Aristoteles«
griechischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, 384-322 v. Chr.
Um Zufriedenheit zu erzeugen,
ist ab und zu ein wenig Not vonnöten.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
So wie sich das Leben verkompliziert,
wächst die Bedeutung der Gebrauchsanweisung
als gestaltende Lebenskraft.
(aus: »Charakterkopf«)
»© Michael Marie Jung«
Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer, * 1940
Unsere Butterberge
fürchten die afrikanische Sonne
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Ich beeile mich, über alles zu lachen,
aus Furcht, einen Augenblick später darüber weinen zu müssen.
(aus: »Der Barbier von Sevilla«)
»Pierre Augustin Caron de Beaumarchais«
französischer Unternehmer und Schriftsteller, 1732-1799
Mancher Aphorismus ist
das Grabmal eines frühzeitig gestorbenen Gedankens.
(zugeschrieben)
»Hermann Bahr«
österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Theater- und Literaturkritiker, 1863-1934
Alles, was an einem Gemeinsamen Anteil hat,
strebt zum Verwandten.
(aus: »Selbstbetrachtungen«)
»Marc Aurel«, eigentlich Marcus Annius Verus
römischer Kaiser und Philosoph, 121-180 n. Chr.
Was immer ein endliches Wesen begreift,
ist endlich.
(aus: »Summa theologica«)
»Thomas von Aquin«
italienischer Philosoph, Theologe und Kirchenlehrer, um 1225 bis 1274
Teigwaren heißen Teigwaren,
weil Teigwaren Teig waren.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Das Böse, das man über andere sagt,
erzeugt nur Böses.
(aus: »Satiren/Satires«)
»Nicolas Boileau«, alias Despréaux oder Boileau-Despréaux
französischer Autor und Jurist, 1636-1711
Täglicher Telefonterror der Werbung erlaubt,
die armen Terroristen müssen sich unsere Frechheiten anhören
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Wer von der Zukunft nichts Gutes erwartet,
der sollte lieber nicht warten.
(aus: »Gedichte, die von Herzen kommen«)
»© Oskar Stock«
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, * 1946
Es gibt ein Recht des Weiseren,
nicht ein Recht des Stärkeren.
(zugeschrieben)
»Joseph Joubert«
französischer Moralist und Essayist, 1754-1824
Lob beschämt mich,
denn heimlich bettle ich darum.
(aus: »Verirrte Vögel«)
Rabindranath Tagore
eigentlich: Thakur, bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger, 1861-1941
Den Schweinen sieht man es an, wenn sie abgebrüht sind.
Den Menschen nicht.
(aus: »Werden wir je so klug sein, den Schaden zu beheben, durch den wir es wurden?«)
© Nikolaus Cybinski
deutscher Lehrer, Autor und Aphoristiker, * 1936
Der Pazifist ist nicht frei von Hass,
er führt lediglich andere Waffen.
(aus einem Manuskript)
»© A. Michael Bussek«
gez.: vom Leben!, * 1966
Zeige mir, was du mit den Füßen trittst,
und ich zeige dir, was dir aus den Händen gleitet.
(aus: »TriebFeder«)
© Horst A. Bruder
deutscher Aphoristiker, * 1949
Schade, dass die meisten Dinge erst
durch ihren Preis an Wert gewinnen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Sonne geht auf.
Ein Regenguss klatscht Beifall
mit nassen Händen.
(ein Haiku aus: »Am Ufer des Augenblicks«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Schade, dass die meisten Dinge erst
durch ihren Preis an Wert gewinnen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Gott wäre etwas gar Erbärmliches,
wenn er sich in einem Menschenkopf begreifen ließe.
(zugeschrieben)
»Christian Morgenstern«, eigentlich Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern
deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer, 1871-1914
Hätte die Natur so viele Gesetze als der Staat,
Gott selbst könnte sie nicht regieren.
(aus: »Der Narr«)
»Ludwig Börne«, eigentlich Juda Löb Baruch
deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker; 1786-1837
Wer nur auf einen Posten abzielt,
kann seinen Beruf verfehlen.
(aus: »Mit der Macht ist der Mensch nicht gern alleine«)
© Lothar Bölck
deutscher Kabarettist und Autor, * 1953
Das schlechte am schlechten Gewissen ist,
daß es nicht jeder hat.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
Das seltenste Ding auf Erden
ist ein gut gelungenes Ende.
(aus: »Wir Kleindenker«)
»Billy«, eigentlich Walter Fürst
Schweizer Aphoristiker, * 1932
Nicht Leute, Rollen
werden einander vorgestellt.
(aus »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«)
»© Emil Baschnonga«
Schweizer Schriftsteller und Aphoristiker, * 1941
Rattenfänger sind Kinderfänger
und Wahlredner Stimmenfänger.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Oft ist man erstaunt,
dass der gesunde Menschenverstand so wenig
vom gesunden Leben versteht.
(aus: »Coole Sprüche zu heißen Themen«)
»© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck«
deutscher Immunologe und Aphoristiker, * 1926
Die Götter langweilten sich, darum schufen sie die Menschen.
Adam langweilte sich, darum wurde Eva erschaffen.
Von diesem Augenblick an kam die Langeweile in die Welt
und nahm zu im genauen Verhältnis zur Menge der Menschen.
aus: »Entweder - oder«
»Søren Aabye Kierkegaard«
dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller, 1813-1855
Rache heckt Rache
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Sehnsucht ist erstickte Freude,
Wehmut ist stumpfer Schmerz.
(aus: »Einfälle und Schlagsätze (aus dem Nachlaß))«
»Ludwig Anzengruber« auch: Ludwig Gruber
österreichischer Schriftsteller, 1839-1889
Ich schlafe, esse und trinke, wo es mir gefällt,
und ich habe das Gefühl, dass mir die ganze Welt gehört.
(zugeschrieben)
Antisthenes
griechischer Philosoph der Antike, um 445-365 v. Chr.
Eine Tugend
sollte ein geheimes Laster sein.
aus: »Worte sind Taten« (z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Helena Anhava«
finnische Dichterin und Übersetzerin, * 1925
Es ist besser, ein junger Maikäfer zu sein
als ein alter Paradiesvogel.
(aus: »Querkopf Wilsons Kalender«)
»Mark Twain«, eigentlich Samuel Langhorne Clemens
US-amerikanischer Schriftsteller, 1835-1910
Parlament,
Institution der Aneinander-vorbei-Rede
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Es gibt keinen anderen Teufel als den,
den wir in unserem eigenen Herzen haben.
(zugeschrieben)
»Hans Christian Andersen«
dänischer Dichter, Schriftsteller und Märchensammler, 1805-1875
Solange der Mensch zur Selbsterneuerung fähig ist,
ist er ein lebendes Wesen.
(zugeschrieben)
»Henri-Frédéric Amiel«
französischsprachiger Schweizer Schriftsteller und Philosoph, 1821-1881
Unwissen ist die einzige Tragödie des Daseins.
Es gibt keine andere.
(aus: »Pròdrŏmŏs«)
»Peter Altenberg«, eigentlich Richard Engländer
österreichischer Schriftsteller, 1859-1919
Es gibt viele Politiker mit mehr als einem Verdienst,
aber nur wenige, die sich verdient gemacht haben.
(aus einem Manuskript)
»© Siegfried Wache«
deutscher technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Aphoristiker, * 1951
Egoisten sind wir alle; der eine mehr, der andere weniger;
der eine lässt seinen Egoismus nackend laufen,
der andere hängt ihm ein Mäntelchen um.
(zugeschrieben)
»August (Friedrich Ferdinand) von Kotzebue«
deutscher Dramatiker und Schriftsteller, 1761-1819
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