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Ob Heb- oder Ziehamme,
Hauptsache menschlicher Erfolg
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Wer eine Freude an sich fesseln möchte, stutzt dem Leben die Flügel;
aber wer die Freude küßt, wie sie ihm zufliegt,
lebt wie im Sonnenaufgang der Unendlichkeit.
(zugeschrieben)
»William Blake«
englischer Dichter, Naturmystiker, Maler und Kupferstecher, 1757-1827
Wahre Demokratie:
Das Volk macht, was es will.
(aus einem Manuskript)
»© Hans-Horst Skupy«
deutscher Publizist und Aphoristiker, * 1942
Wer noch weiss, was es gekostet hat,
besitzt es nicht.
(aus: »Sichtwechsel«)
»© Paul Mommertz«
deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, * 1930
Du sollst zu stolz sein, Gott zu rufen,
wenn du noch nicht am Ende deiner Menschenkräfte bist.
(zugeschrieben)
»Gorch Fock«, eigentlich Johann Wilhelm Kinau
deutscher Schriftsteller und Marinesoldat, 1880-1916
Wenn der Klügere nicht nachgibt,
dann ist der Dumme der Dumme.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Freiheit ist die Freiheit,
auf Ungerechtigkeit zu reagieren.
(aus der Anthologie: »Worte sind Taten«) (z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Helena Anhava«
finnische Dichterin und Übersetzerin, * 1925
Nur wer nicht spielt,
verspielt sich nicht
(aus: »Spitztönigkeiten«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Der Selbstdarsteller
braucht wenigstens keinen Souffleur.
(
aus: »Keine Zeile ohne meinen Anwalt«)
© Hermann Rosenkranz
deutscher Jurist und Aphoristiker, *1932
Aphorismen -
Worte finden für das,
was uns die Sprache verschlägt.
(aus: »Vom Naserümpfen des Gehirns«)
© Dr. phil. Jürgen Wilbert
deutscher Literat und Aphoristiker, *1945
Freunde haben es online leichter und offline schwerer als Follower.
Sie müssen sich nicht registrieren, aber erweisen.
(aus: »Worthupferl 2013/06«)
»KarlHeinz Karius«
Urheber, Mensch und Werbeberater, * 1935
Nicht alle können fliehen,
indem sie sich einreihen.
(aus: »Worte sind Taten«) (z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Samuli Paronen«
finnischer Literat, Arbeiter und Maler, 1917-1974
Das Dogma ist nichts anderes
als ein ausdrückliches Verbot zu denken.
(aus: »Pierre Bayle«)
»Ludwig Andreas Feuerbach«
deutscher Philosoph, Religions- und Idealismuskritiker, 1804-1872
Die moderne Wohnung.
Im Herrenzimmer findet man kaum noch Herren.
Im Kinderzimmer findet man kaum noch Kinder.
Und im Schlafzimmer kaum noch Schlaf.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Möge der Tag sich
mit einer lichten Wolke von dir verabschieden.
»Irischer Segenswunsch«
Manche Höhlenlöwen
sind nur in den Höhlen Löwen
(aus: »Scherben 2007«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Die höchste Form der Achtung ist die Aufmerksamkeit.
Die niederste Form der Missachtung ist die Ignoranz.
(
aus: »Außerordentlich Lyrisches: Kurzes mal anders«)
»© Tina M. Emig«
deutsche Schriftstellerin, Aphoristikerin, Bild- und Medienkünstlerin, * 1965
Wenns gut geht, wirft sich der Unternehmer in die Brust;
sein Verdienst beruht auf seinem Verdienst, und weil er das Risiko getragen hat,
will er auch den Hauptanteil des Gewinnes für sich.
Wenns schief geht, sind die Umstände daran schuld.
Dann muß der Staat einspringen und das Defizit decken,
denn Kohlengruben, Stahlwerke und die Landwirtschaft dürfen nicht Not leiden.
Und sie leiden auch keine Not, weil sie notleidend sind.
Auf alle Fälle aber kann der Unternehmer nichts dafür,
er trägt die Verantwortung, und wir tragen ihn.
(aus: »Schnipsel«)
»Kurt Tucholsky«, auch Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel
deutscher Journalist und Schriftsteller, 1890-1935
Auch Gefängniswärter
verbringen einen Großteil ihres Lebens im Zuchthaus.
(aus: »AberWitz«)
»© Alexander Eilers«
deutscher Aphoristiker, * 1976
Ich mache Landschaften aus dem,
was ich fühle.
(aus: »Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares«)
»Fernando Pessoa«, eigentlich Fernando António Nogueira Pessoa
portugiesischer Dichter, Schriftsteller und Geisteswissenschaftler, 1888-1935
Dass wir Gott nicht verstehen, liegt nicht an Gott,
sondern an unserem Verstand.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Disziplin ist die Regel, die man sich selber gibt,
bevor man sie von anderen erhält.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
Liebe gibt mehr als sie nimmt
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Früher hatte man Zeit,
heute spart man sie ein.
(aus: »Saetzlinge«)
»© Jacques Wirion«
luxemburgischer Gymnasiallehrer und Aphoristiker, * 1944
Alter:
beim Laufen kurzatmig,
beim Reden langatmig.
(aus einem Manuskript)
»© Ingun Spiecker-Verscharen«
deutsche Autorin und Laienlyrikerin, *1956
Mächtige gewähren den Machtlosen Rechte,
um ihre Macht aufrechterhalten zu können
(aus: »Stammtischphilosophen«)
»© Gerald Dunkl«
österreichischer Geronto-Psychologe, * 1959
Besser ist es, die Zunge zu beherrschen,
als zu fasten bei Wasser und Brot.
(aus: »Merksätze von Licht und Liebe«)
»Juan de la Cruz (Johannes vom Kreuz)«
Karmelit (OCD), Dichter, Mystiker, Heiliger und Kirchenlehrer, 1542-1591
Die Welt ist laut geworden.
Zuviele Hoffnungen wurden geweckt.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Diejenigen, die gehen,
fühlen nicht den Schmerz des Abschieds.
Der Zurückbleibende leidet.
(zugeschrieben)
»Henry Wadsworth Longfellow«
amerikanischer Schriftsteller, Lyriker, Übersetzer und Dramatiker, 1807-1882
Kriege werden nicht geführt,
Kriege führen
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Jede Verletzung hinterläßt eine Narbe.
Verletzte Seelen verhärten.
(
aus: »Stark wie ein Baum - sanft wie eine Blüte«)
»© Edith Tries«
deutsche Autorin, * 1952
Für die Frechheit liegt der größte Reiz zur Sünde
in der Hoffnung auf Straflosigkeit.
(zugeschrieben)
»Marcus Tullius Cicero«
römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph, 106-43 v. Chr.
Der Andersdenkende denkt nicht anders.
Er denkt anderes.
(aus: »Werden wir je so klug sein, den Schaden zu beheben, durch den wir es wurden?«)
© Nikolaus Cybinski
deutscher Lehrer, Autor und Aphoristiker, * 1936
Der Mensch ist ein Geschöpf, das nicht vom Brot allein lebt,
sondern hauptsächlich von Schlagworten.
(zugeschrieben)
»Robert Louis Stevenson«
schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters, 1850-1894
Jeder weiß, wohin es führt,
wenn man vergisst, woher man kommt.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Bereitschaft zur Konsequenz
macht uns handlungsfähig.
(
aus: »Spielverderber des Glücks«)
© Ute Lauterbach
deutsche Autorin und Alltagsphilosophin, * 1955
Im großen Glück kann der Gedanke untergehen,
wenn er zu klein ist
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Lesen muss man die Werke der Alten,
es ist doch eine große Wohltat, dass wir uns
die Arbeiten so vieler Männer zunutze machen können.
(aus: »Regeln zur Leitung des Geistes«)
»René Descartes«
französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher, 1596-1650
Die Muse zeigt sich nicht nur
in den Musestunden.
(
aus: »nur für Dich« - Gedankensplitter)
© Margarete
Autorin von Lyrik, Aphorismen und Kurzgeschichten
Wissen ist Macht?
Unwissenheit ist mächtiger!
(
aus: »TriebFeder«)
© Horst A. Bruder
deutscher Aphoristiker, * 1949
Wenn eine Medizin nicht schadet, soll man froh sein
und nicht obendrein noch verlangen, dass sie etwas nütze.
(zugeschrieben)
»Pierre Augustin Caron de Beaumarchais«
französischer Unternehmer und Schriftsteller, 1732-1799
Wer nur für
eine Biene schwärmt,
wird niemals Honig ernten.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wer nicht kann, was er will,
muß das wollen, was er kann.
Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht.
(zugeschrieben)
»Leonardo da Vinci«
italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph, 1452-1519
Humor ist
entwaffnendes Lächeln
(aus: »Schreben 2007«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
An unbeschränkter Freiheit gehen die Menschen nicht dutzendweise,
sondern zu Tausenden zugrunde.
(zugeschrieben)
»Jeremias Gotthelf«, eigentlich Albert Bitzius
Schweizer Schriftsteller und Pfarrer, 1797-1854
Wer liebt, blüht auf.
(aus einem Manuskript)
»© Rainer Kaune«, Pseudonym: Heinrich Berner
Autor, Rezitator, Vortragsredner, * 1945
Freundschaft ist
das Band der Vernunft.
(zugeschrieben)
»Richard Brinsley Sheridan«
irischer Dramatiker und Politiker, 1751-1816
Mach dir die Erde untertan,
kann nur einem menschlichen Gehirn entstammen.
Lebe mit ihr -
wäre eine göttliche Aussage.
(aus einem Manuskript)
© Klaus Ender
deutsch-österreichischer Fachbuchautor und Künstler der Fotografie, * 1939
Gott ist überall.
Ist er deshalb so schwer zu finden?
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wer großes Unrecht wehrlos ertragen muß,
gerät in Zorn bei dem täglichen kleinen.
(
aus: »Ikarus, stürzend«)
»Sulamith Sparre«
deutsche Dichterin und Journalistin, * 1959
Gegen den Strom der Gleichgültigkeit schwimmen
gibt Kraft und Zuversicht
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Wenn der Staat Pleite macht,
geht natürlich nicht der Staat Pleite
sondern seine Bürger.
(zugeschrieben)
»Carl Fürstenberg«
deutscher Bankier, 1850-1933
Umwege führen ans Ziel,
Irrwege in die Irre.
(aus einem Manuskript)
»© Walter Ludin«
Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, * 1945
Ausgebrochen
Seit ich die Grenzen, die man mir setzte, nicht mehr anerkenne,
nicht mehr als Grenze erlebe, spüre ich erst, wie stark ich bin
... wie grenzenlos ich sein kann.
(aus: »Wenn's doch nur so einfach wär«, Verschenktexte)
© Kristiane Allert-Wybranietz
deutsche Lyrikerin, * 1955
Große Seelen sind nicht leicht zu erkennen, sie halten sich zurück;
gewöhnlich bemerkt man nur eine gewisse Eigenheit.
Es gibt mehr große Seelen, als man glaubt.
(aus seinen Werken)
Stendhal, eigentlich: Marie-Henri Beyle
französischer Schriftsteller, 1783-1842
Gott schuf die Menschen.
Aber wer, zum Teufel,
schuf die Nachbarn und Verwandten?
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Unerschütterlich glauben wir
nur noch an die Wahrscheinlichkeit.
(aus dem Manuskript: »Diesseits und jenseits von Kalau«)
»© Georg Skrypzak«
deutscher Aphoristiker, Restaurator, Maler, Zeichner und Satiriker, *1946
Fortschritt und nicht Wegschritt
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Komisch: Die immer im Mittelpunkt stehen müssen,
merken es nie, wenn sie sich
daneben benehmen.
(aus: »Lebensspuren«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Am Anfang war das Wort, heißt es.
Aber was ist mit den Buchstaben?
Waren die nicht schon vorher da?
Eine alte und immer noch ungelöste kabbalistische Frage.
(aus: »Aphorismen«)
© Gregor Brand
deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger, * 1957
Die Natur hat das Gesäß für die Ruhe geschaffen,
da die Tiere ja stehen können, ohne müde zu werden,
der Mensch jedoch seiner Sitzfläche bedarf.
(zugeschrieben)
»Aristoteles«
griechischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, 384-322 v. Chr.
Bedenke, dass es hundert Wege gibt
um ins Verderben zu rennen,
aber nur eine Straße in den Himmel.
»Irischer Segenswunsch«
An seinen Träumen kann der Mensch
den Zustand seiner Seele erkennen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist,
da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit.
(aus: »Von der Kraft der Tugenden«)
Franz von Assisi, eigentlich di Giovanni Bernardone
italienischer Wanderprediger und Heiliger, 1182-1226
Eine Idee ist das,
was noch nicht genügt
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Es ist ein Jammer,
wenn man nicht genug Geist zum Reden
und noch weniger Einsicht zum Schweigen besitzt.
(aus einem Manuskript)
»© Joachim Panten«, alias karlundemil
deutscher Aphoristiker und Publizist, 1947-2007
Wer jemanden haßt, wird bestrebt sein, ihm Übles zuzufügen,
wenn er nicht fürchtet, daß darauf für ihn selbst ein größeres Übel entsteht.
Umgekehrt wird, wer jemand liebt, bestrebt sein,
ihm nach demselben Gesetz Gutes zuzufügen.
(aus: »Die Ethik«)
Baruch de Spinoza
niederländischer Philosoph mit sephardischen Vorfahren, 1632-1677
Das Verb "sich ärgern" ist reflexiv; das bedeutet,
daß man nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt seines Ärgers ist.
In unerfreulichen Situationen ist diese Emotion also nicht unvermeidbar,
sondern man kann sich auch dagegen entscheiden.
Das gilt ebenso für die Freude:
Sie ist (fast) jederzeit möglich, wenn man offene Augen hat
für all das Gute und Schöne in seinem Leben.
(aus einem Manuskript)
»© Detlev Fleischhammel«
deutscher Theologe, * 1952 (Berlin-Ost)
Das Kleid macht nicht den Mann,
der Sattel macht kein Pferd.
(aus: »Der cherubinische Wandersmann«)
»Angelus Silesius« (Der Bote oder Engel aus Schlesien); eigentl. Johannes Scheffler
deutscher Lyriker und Theologe, 1624-1677
Pseudo-Höflichkeit.
Sie nehmen den Hut ab, um Dir den Vogel zu zeigen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Der Glaube, etwas
durch Berechnung in den Griff zu bekommen,
hindert die Fantasie m Begreifen.
(
von ihrer Homepage))
»© Else Pannek«
deutsche Aphoristikerin und Dichterin, 1932 - 2010
Das Nötigste,
das kein anderer tut,
tu du
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Pathologie der Diktatur:
Die Organe sind größer als der Staat.
(
aus: »Flöhe in der Zwangsjacke«. Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen)
»© Vytautas Karalius«
Litauer Schriftsteller, Aphoristiker und Übersetzer, * 1931
Du tust unrecht, wenn du das lobst, was du nicht recht verstehst;
aber es ist noch unrichtiger, wenn du es tadelst.
(zugeschrieben)
»Leonardo da Vinci«
italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph, 1452-1519
Das Diktat der Stunde
ist die Diktatur der Uhr.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
Keineswegs ist es die junge Generation, die entartet;
diese verdirbt nur, wenn die Erwachsenen schon verdorben sind.
(aus »Vom Geiste der Gesetze« {De l'esprit des lois})
»Montesquieu«
französischer Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker der Aufklärung, 1689-1755
Am Anspruchvollsten sind oft jene,
die sich selbst genügen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wenn wir die Regierung abhalten können,
unter dem Vorwand der Sorge für das Volk
die Arbeit des Volkes zu vergeuden,
dann wird das Volk glücklich sein.
(zugeschrieben)
»Thomas Jefferson«
US-amerikanischer Politiker und Staatstheoretiker; dritter Präsident der Vereinigten Staaten; 1743-1826
Bestimmter Ton
spricht nicht gegen die Herzlichkeit
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Selbst dann, wenn ein Freund aus Sorge Zweifel meldet:
hör' erst auf Dein Herz.
Aber bedenke dabei: "Herz" meint zu wissen; "Hirn" weiß!
(aus: »Schwarzer Engel Weiße Blume - Wanderungen durch japanoide Kurzlyrik«)
»© Dr. sc. agr. Stephan Matthias Dreyer«, auch: Raudonas Brokas
deutscher Dipl.-Agrarbiologe, Autor, Publizist, Hobby-Aphoristiker und -Poet, * 1957
Alte Knaben haben genauso ihr Spielzeug wie die jungen,
der Unterschied liegt lediglich im Preis.
(zugeschrieben)
»Benjamin Franklin«
nordamerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann, 1706-1790
Arme und Reiche kennzeichnet oft gleichermaßen,
dass sie zu viel ans Geld denken.
(
aus: »Spielverderber des Glücks«)
© Ute Lauterbach
deutsche Autorin und Alltagsphilosophin, * 1955
Ein guter Aphorismus ist
die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
(zugeschrieben)
»Theodor Fontane«
deutscher Schriftsteller und approbierter Apotheker, 1819-1898
Geschichte.
Es war, aber war es wahr?
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Was zum Himmel schreit,
schreit in die falsche Richtung.
(aus einem Manuskript)
»© Oliver Tietze«
deutscher Aphoristiker und Lyriker, * 1965
Afrika sagt alles über Europa
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Ich will es lieber mit einem aufrichtigen Türken
als mit einem falschen Christen zu tun haben.
(zugeschrieben)
»Erasmus von Rotterdam«
niederländischer Theologe, Philosoph, Philologe und Humanist, 1465 oder 1469 - 1536
Der Anfang ist zufällig,
das Ende notwendig.
(
aus: »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«)
»© Ulrich Erckenbrecht«, auch: Hans Ritz
deutscher Aphoristiker und Autor, * 1947
Recht sehen und hören
ist der erste Schritt zur Weisheit des Lebens.
(aus: »Lienhard und Gertrud«)
»Johann Heinrich Pestalozzi«
Schweizer Pädagoge, Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph und Politiker, 1746-1827
Wo etwas besonders laut verkündet wird,
sind leise Zweifel besonders angebracht.
(aus einem Manuskript)
»© Brigitte Fuchs«
Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin, * 1951
Man sollte viel öfter nachdenken.
Und zwar vorher.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein,
wenn man täglich Suppe, Gemüse und Fleisch zu essen hat.
(zugeschrieben/mündliche Äußerung)
»Georg Büchner«
deutscher Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär, 1813-1837
Zeit ist Geld,
einem läuft es hinterher,
einem läuft es davon
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
Drei Dinge sind es, die uns hindern, so daß wir das ewige Wort nicht hören.
Das erste ist die Körperlichkeit, das zweite Vielheit, das dritte ist die Zeitlichkeit.
Wäre der Mensch über diese drei Dinge hinausgeschritten,
so wohnte er in der Ewigkeit und wohnte im Geiste und wohnte in der Einheit und in der Wüste,
und dort würde er das ewige Wort hören.
(aus: »Predigt 12 "Qui audit me"«)
»Meister Eckhart«, eigentlich Eckhart von Hochheim
spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph, um 1260-1328
Wenn es im Leben kracht,
ist Humor ein guter Stoßdämpfer.
(aus: »In dir liegt das Glück«
)
© Pater Phil Bosmans
belgischer, katholischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, “der moderne Franziskus”, 1922-2012
Den Klugen erkennt man an dem, was er unternimmt;
den Weisen an dem, was er unterlässt.
(aus:
»Der Literat im Caféhaus«)
© Germund Fitzthum
österreichischer Aphoristiker, * 1938
Wenn es gut ist, daß diese Welt besteht,
so ist es nicht weniger gut, daß auch jede
der unzähligen anderen Welten bestehe.
(aus: »Zwiegespräche vom unendlichen All und den Welten«)
Giordano Bruno
italienischer Priester, Dichter und Philosoph, 1548-1600
Er arbeitete in der Werbung.
Sein Lächeln war aprilfrisch und gefriergetrocknet.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Es ist eine unserer hartnäckigsten Ideologien,
dass das Glück nur Ausnahme, nicht Regel sein kann.
(
aus: »Erde am Himmel«)
»© Dr. Hanspeter Rings«
deutscher Vertreter des philosophischen Aphorismus, * 1955
Wohin du auch vor dir fliehst,
du nimmst dich mit
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
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