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31.07.2012
Ich wünsche dir auf deinem Weg nicht jeden Tag Sonnenschein.
Aber ich wünsche dir, dass du dich über den ersten Sonnenstrahl nach langer Regenzeit
von ganzem Herzen freuen kannst.
(aus: »Ein Wort für jeden Tag«)
»© Rainer Haak«
deutscher Schriftsteller, Theologe und Aphoristiker, * 1947
Man gibt seine Kinder auf die Schule, daß sie still werden,
auf die Hochschule, daß sie laut werden.
(zugeschrieben)
»Jean Paul«, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter«
deutscher Schriftsteller, 1763-1825
Sein oder Nichtsein?
Im Duell bekannten sich beide einmütig zum Sein...
(aus: »Spiegelungen«)
»© Arthur Feldmann«
Schriftsteller österreichischer Herkunft, * 1926
Man belohnt seinen Lehrer schlecht,
wenn man immer sein Schüler bleibt.
(zugeschrieben)
»Friedrich Wilhelm Nietzsche«
deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe, 1844-1900
Der größte Abstand zwischen zwei Menschen
ist eine Schwelle.
(aus: »Houten Dief«)
»© Gerd de Ley«
belgisch-flämischer Schauspieler, Aphoristiker und Verleger, * 1944
Wenn die Menschen nicht
das erste Gebot der Vernunft, Abwege zu meiden, beachten,
ist es wichtig, daß sie sich doch nach
dem zweiten Gebot der Vernunft richten, nämlich,
sich vom Abweg zurückführen zu lassen.
(zugeschrieben)
»Gregor von Nazianz der Jüngere«
griechischer Kirchenlehrer, Bischof von Sasima und einer der drei kappadokischen Väter, um 330-390
Besitz wird gefährlich,
wenn er vom Besitzenden Besitz ergreift.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Immer suchen wir etwas, das wir gar nicht verloren haben
und finden etwas, das wir gar nicht gesucht haben…
(aus einem Manuskript)
»© Brigitte Fuchs«
Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin, * 1951
Die Menschen sind doch sonderbare Wesen.
Sie gebrauchen nie die Freiheit, die sie haben,
sondern fordern die, die sie nicht haben:
Denkfreiheit haben sie, Redefreiheit fordern sie.
(aus: »Entweder - Oder«)
»Søren Aabye Kierkegaard«
dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller, 1813-1855
Affen können nicht menschlich sein,
umgekehrt gibts keine Schwierigkeiten
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
30.07.2012
Das Wissen und Verstehen um seiner selbst willen
findet aber im höchsten Grade bei derjenigen Wissenschaft statt,
die es mit der höchsten Erkenntnis zu tun hat.
(zugeschrieben)
»Aristoteles«
griechischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, 384-322 v. Chr.
Wenn man nur glücklich sein wollte, wäre es bald getan:
aber man will ja glücklicher als die andern sein, und das ist fast immer schwierig,
weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie wirklich sind.
(aus: »Meine Gedanken«)
»Montesquieu«
französischer Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker der Aufklärung, 1689-1755
Nicht alles, was legal ist,
ist auch legitim.
(aus einem Manuskript)
»© Detlev Fleischhammel«
deutscher Theologe, * 1952 (Berlin-Ost)
Wer einen Ertrinkenden retten will, muss sich nass machen,
wer einen Entlaufenen einfangen will, muss rennen.
(aus: »Frühling und Herbst des Lü Buwei«)
»Lü Buwei, auch Lü Bu We, Lü Bu-wei, Lü Puwei oder Lü Pu-wei«
chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph, um 300 bis 236 oder 235 v. Chr.
Die Höflichkeit des Kellners ist die einzige,
die sich sofort bezahlt macht.
(aus: »Der Literat im Caféhaus«)
© Germund Fitzthum
österreichischer Aphoristiker, * 1938
Wenn die Menschen in Zank und Streit geraten sollen,
da werden die Zaghaftesten beredt;
wenn es aber gilt, ein Liebeswort, ein versöhnendes, zu sagen,
da krümmen und winden sie sich wie Stotternde.
(zugeschrieben)
»Berthold Auerbach«, eigentlich Moses Baruch Auerbacher
deutscher Schriftsteller, 1812-1882
Der Mensch ist unergründlich;
du kannst seiner nie sicher sein.
(aus: »Weisheit des Lebens«)
»© Katharina Eisenlöffel«
österreichische Schriftstellerin und Aphoristikerin, * 1932
Unglück macht Menschen,
Wohlstand macht Ungeheuer.
(zugeschrieben)
»Victor Hugo«, eigentlich Victor-Marie Hugo
französischer Schriftsteller und Publizist, 1802-1885
Alle Welt flirtet,
kein Schwein liebäugelt mehr.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Leicht kommt man an das Bildermalen,
doch schwer an Leute, die's bezahlen.
(aus: »Maler Klecksel«)
»Wilhelm Busch«
deutscher humoristischer Dichter und Zeichner, 1832-1908
Anfang und Ende haben den Schlüssel zueinander,
zwischendurch geht er verloren
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
29.07.2012
Man ist nur müde
durch zu viel Bewußtsein an zu wenig Umgebung…
(aus: »Der Stadtphilosoph 2«)
»© Elmar Kupke«
deutscher Aphoristiker, * 1942
Wer den Leuten einen Spiegel vorhält,
muß damit rechnen, daß sie noch eitler werden.
(aus: »Saetzlinge«)
»© Jacques Wirion«
luxemburgischer Gymnasiallehrer und Aphoristiker, * 1944
Aktionäre sind dumm und unverschämt.
Dumm, weil sie mir ihr Geld überlassen,
und unverschämt, weil sie auch noch Dividenden dafür haben wollen.
(zugeschrieben)
»Carl Fürstenberg«
deutscher Bankier, 1850-1933
Die Sonne am Himmel tut mir heute gut.
Doch wenn die Sonne einmal hinter den Wolken verborgen ist,
trägst du sie für mich in deinem Herzen.
(aus einem Manuskript)
»© Gudrun Kropp«
deutsche Autorin, * 1955
Das Leben ist reine Zeitverschwendung.
Jedenfalls an Werktagen.
(aus: »Kätzereien«)
»© Alexander Eilers«
deutscher Aphoristiker, * 1976
Nur beim Dilettanten
decken sich Mensch und Beruf.
(aus: »Ecce poeta«)
»Egon Friedell«, eigentlich: Egon Friedmann
österreichischer Schriftsteller, Theaterkritiker, Kulturhistoriker, Kabarettist und Schauspieler, 1878-1938
Er legte ihr sein Herz vor die Füße,
doch sie kam nicht aus den Tritt.
(aus: »Verhexte Texte - verzauberte Worte«)
»© Klaus D. Koch«
deutscher Mediziner und Aphoristiker, * 1948
Wem das Herz fest bleibt in der Not,
der wird zuletzt nicht nur den lauen Freunden,
auch seinen Feinden ehrfürchtig.
(aus: »Markus König«)
»Gustav Freytag«
deutscher Schriftsteller, 1816-1895
Zuerst machen wir am besten die Augen zu
und dann sehen wir weiter.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Zufriedenheit ist
der schönste Zustand der Seele.
© Klaus Ender
deutsch-österreichischer Fachbuchautor und Künstler der Fotografie, * 1939
Entlarvend
Wer andere egozentrisch nennt,
neidet ihnen vielleicht den Platz im Zentrum,
der doch eigentlich ihm gebührt?
(aus: »Ein Mittel gegen Einsamkeit...«)
»© Peter Hohl«
deutscher Journalist und Verleger, * 1941
Zuverlässigkeit,
Sicherheit auch im Sensibelsten
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
28.07.2012
Vergessene Vergangenheit
Vergessen bedeutet, nicht mehr an die Vergangenheit denken zu müssen.
Wenn das so einfach wäre, würd ich gern alles vergessen, nur um für die Zukunft empfänglich zu sein.
(aus einem Manuskript)
»© Andrea Koßmann«
deutsche Autorin, * 1969
Wer Eitelkeit zum Mittagsbrot hat,
bekommt Verachtung zum Abendbrot.
(zugeschrieben)
»Benjamin Franklin«
nordamerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann, 1706-1790
Zum Debatten-Debakel:
Danebenliegen halten manche für eine bequeme Ausgangsposition.
(aus einem Manuskript)
»© A. Michael Bussek«
gez.: vom Leben!, * 1966
Das Dasein ist nur erträglich,
wenn man seine elende Persönlichkeit vergißt.
(aus einem Brief an George Sand)
»Gustave Flaubert«
französischer Schriftsteller, 1821-1880
Eine Gesellschaft die es zuläßt,
mit Waffengewalt verteidigt zu werden,
ist keine verteidigungswürdige
(aus: »Stammtischphilosophen«)
»© Gerald Dunkl«
österreichischer Geronto-Psychologe, * 1959
Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab,
was für ein Mensch man ist.
(aus: »Über die Bestimmung des Gelehrten«)
»Johann Gottlieb Fichte«
deutscher Erzieher und Philosoph, 1762-1814
Ein Staatsbegräbnis ist noch immer die feierlichste Art,
den Tod definitiv zu machen.
(aus: »Die Unfreiheit hassen wir nun... Wann fangen wir an, die Freiheit zu lieben?«)
© Nikolaus Cybinski
deutscher Lehrer, Autor und Aphoristiker, * 1936
Enthusiasmus und Fanatismus.
Jener gehört zur Größe der Seele,
dieser zur Kleinheit des Geistes.
(aus: »Gedanken und Einfälle«)
»Charles Joseph Fürst de Ligne«
belgischer Offizier, Diplomat in österreichischen Diensten und Schriftsteller, 1735-1814
Was das Fliegen anbelangt,
sind die Pinguine echte Pechvögel.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die alten großen Meister
sind meistens ehelos geblieben.
(aus: »Ein Vermächtnis«)
»Anselm Feuerbach«
deutscher Maler, 1829-1880
Nur wer in Übereinstimmung mit seinem Gewissen lebt,
kann wohltuenden Einfluß auf andere haben.
(zugeschrieben)
»Lew Nikolajewitsch Tolstoi«
russischer Schriftsteller, 1828-1910
Wer eine Hand hat,
hat sie schon im Spiel
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
27.07.2012
Eine bescheidene Mahlzeit bietet den gleichen Genuss wie eine prunkvolle Tafel,
wenn nur erst das schmerzhafte Hungergefühl beseitigt ist.
Und Brot und Wasser gewähren den größten Genuss,
wenn wirkliches Bedürfnis der Grund ist, sie zu sich zu nehmen.
(aus: »Brief an Menoikeus«)
»Epikur«
griechischer Philosoph und Begründer des Epikureismus, 341 bis 271 oder 270 v. Chr.
Das ist unser großes Dilemma: Die Menschen haben die Erde zur Hölle gemacht.
Wer ein Paradies auf Erden schaffen will, muß in jetzigen Zeiten scheitern.
Wer dies aber nicht versucht, bekommt nie einen Platz im Himmel.
(aus einem Manuskript)
»© Werner Braun«
deutscher Aphoristiker, 1951-2006
Versuche dich um Himmels willen an kleinen Dingen;
erst danach mache mit größeren weiter.
(zugeschrieben)
»Epiktet«
antiker Philosoph, Vertreter der späten Stoa, um 50-125 n. Chr.
Am besten schmecken Antibiotika und Hormone
immer noch in Form eines Steaks.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
Zum Glück sind die Menschen geschaffen,
und wer vollkommen glücklich ist,
der ist gewürdigt, sich selbst sagen zu dürfen:
Ich habe das Gebot Gottes auf dieser Erde erfüllt.
(aus: »Die Brüder Karamasow«)
»Fjodor Michailowitsch Dostojewski«
russischer Schriftsteller, 1821-1881
Hass ist
die aggressivste Form der Verachtung.
(aus: »Mit der Macht ist der Mensch nicht gern alleine«)
© Lothar Bölck
deutscher Kabarettist und Autor, * 1953
So auch haben gute Meister nichts Angelegentlicheres zu tun,
als sich gute Schüler zu bilden, in denen sie
ihre Grundsätze und Tätigkeiten fortgesetzt sehen.
(aus: »Gespräche mit Goethe«)
»Johann Peter Eckermann«
deutscher Dichter und enger Vertrauter Goethes, 1792-1854
Verwandtschaft ist gut.
Gute Verwandtschaft ist besser.
Aber am besten ist ein schöner samtiger Rotwein.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Der höchste Grad der Selbstverwirklichung ist erst dann erreicht
wenn wir anderen dabei helfen
(aus: »TriebFeder«)
© Horst A. Bruder
deutscher Aphoristiker, * 1949
Denn die Begriffe von Glück sind so verschieden
wie die Genüsse und die Sinne,
mit welchen sie genossen werden.
(aus: »Briefe«)
»Heinrich von Kleist«
deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist, 1777-1811
Verkrampfst du dich beim Suchen des Fehlers,
nutzt er die Gelegenheit und versteckt sich aus Spaß
(aus: »Scherben 2012)«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
26.07.2012
Vergangenheit braucht Historiker,
Gegenwart bedarf der Macher,
aber die Zukunft braucht Visionen.
(aus: »Heiteres und Nachdenkliches über Mensch und Zukunft«)
»© Wolfgang Kownatka«
deutscher Oberstleutnant a.D. und Journalist, * 1938
Macht nichts, sagte der Optimist,
in humorarmer Zeit lache ich über den Ernst.
(aus: »Tätowierungen«)
»© Sigmar Schollak«
Musiker, Prosa- und Hörspielautor, Aphoristiker, 1930-2012
Geniale Organisation:
Eine ungeheure Summe von treibender Kraft in sich aufspeichern können,
ohne Schutzventile öffnen zu müssen!
Dampfkessel, die nicht platzen!
(aus: »Pròdrŏmŏs«)
»Peter Altenberg«, eigentlich Richard Engländer
österreichischer Schriftsteller, 1859-1919
Wozu ein kompletter, abendfüllender Gedanke -
wenn es eine Talkshow auch schon tut.
(aus einem Manuskript)
»© Wolfgang Mocker«
deutscher Journalist und Autor, 1954-2009
Glücklicher als der Glücklichste ist,
wer andere Menschen glücklich machen kann.
(zugeschrieben)
»Alexandre Dumas der Jüngere«
französischer Romanschriftsteller und dramatischer Dichter, 1824-1895
Essen gehen kann man mit allerlei Leuten –
Denken gehen mit den wenigsten.
(aus: »Wir Kleindenker«)
»Billy«, eigentlich Walter Fürst
Schweizer Aphoristiker, * 1932
Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben.
Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.
(zugeschrieben)
»Ralph Waldo Emerson«
US-amerikanischer Philosoph, einflussreicher Unitarier und Schriftsteller, 1803-1882
Besser den Bleistift spitzen und planen
als mit dem spitzen Bleistift zu planen.
(aus: »Mitten aus dem Herzen«)
»© Sigrun Hopfensperger«
deutsche Aphoristikerin, * 1967
Unangenehme Dinge sollte man so lange vertagen,
bis sie sich verjähren.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Erst muß man wissen, was man will,
dann muß man den Mut haben, es zu sagen,
und anschließend die Tatkraft, es zu tun.
(zugeschrieben)
»Georges Benjamin Clemenceau«
französischer Journalist, Politiker und Staatsmann. 1841-1929
Unwesentliches vergiss
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
25.07.2012
Daß uns eine Sache fehlt,
sollte uns nicht davon abhalten,
alles andere zu genießen.
(zugeschrieben)
»Jane Austen«
britische Schriftstellerin, 1775-1817
Schicksal bedeutet nicht Chance, sondern Entscheidung.
Du darfst nicht darauf warten, du mußt es gestalten.
{Destiny is not a matter of chance; it is a matter of choice.
It is not a thing to be waited for; it is a thing to be achieved.}
(aus der Rede "America's Mission«, 22.02.1899)
William Jennings Bryan
US-amerikanischer Politiker, 1860-1925
Die Gerechtigkeit stammt von Gott,
das geltende Recht dagegen vom Menschen.
Daher erklären sich wohl auch die großen Unterschiede.
(aus: »Blattwerk. Gedanken und Gedichte.«)
»© Robert Muthmann«
deutscher Journalist, Rechtsanwalt und Schriftsteller, * 1922
Was der Mensch mit großer Arbeit erstreiten muß,
das wird ihm eine Herzensfreude.
(zugeschrieben)
»Meister Eckhart«, eigentlich Eckhart von Hochheim
spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph, um 1260-1328
Totale Verneinung:
Überall ist nirgendwo.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Ruhe, Ergebung, Leere, Nichthaben, Untätigkeit -
sie bilden das Gleichgewicht von Himmel und Erde
und sind das wahre Wesen des rechten Weges und seiner Macht.
(zugeschrieben)
Dschuang Dsi, auch Dschuang-Dse, Zhuangzi, Chuang-tzu, Tschuang-Tse
chinesischer Philosoph und Dichter, lebte um 365 bis 290 v. Chr.
An all unserem Ärger sind andere schuld.
Das beste Mittel aber, um bei guter Laune zu bleiben,
ist die stets richtige Erkenntnis, daß man selber nichts taugt.
(aus: »Spricker - Aphorismen und Reime (Wir Kinder der Vergangenheit)«)
»Wilhelm Busch«
deutscher humoristischer Dichter und Zeichner, 1832-1908
Toleranz erfordert die Fähigkeit,
den Anderen zu verstehen und in seinem Anderssein zu respektieren,
das gilt auch für meinen sogenannten Feind
aus: »Scherben 2012«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
24.07.2012
Habe acht auf das, was dir gerade vorliegt,
sei es eine Ansicht oder Handlung oder ein Ausdruck!
Sonst geschieht dir eben recht.
Du willst lieber morgen erst gut werden, als es heute schon sein.
(aus: »Selbstbetrachtungen«)
»Marc Aurel«, eigentlich Marcus Annius Verus
römischer Kaiser und Philosoph, 121-180 n. Chr.
"Bleib" ist ein charmantes Wort
im Vokabular eines Freundes.
(zugeschrieben)
»Louisa May Alcott«
US-amerikanische Schriftstellerin, Tochter von
»Amos Bronson Alcott«, 1832-1888
Es ist immer leichter, Schmerzen zu lindern,
als Krankheiten zu heilen.
(aus: »Worte sind Taten«) (z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Samuli Paronen«
finnischer Literat, Arbeiter und Maler, 1917-1974
Sich ein unverrunzeltes Herz zu bewahren,
zuversichtlich, freundlich, liebenswürdig und ehrwürdig zu sein,
das bedeutet, über das Alter zu triumphieren.
(zugeschrieben)
Amos Bronson Alcott
US-amerikanischer Schriftsteller und Pädagoge, 1799-1888
Manche Menschen sind wie Albatrosse:
Ihr Flug ist ganz schön anzusehen!
Aber die Landung ...
»© Tina M. Emig«
deutsche Schriftstellerin, Aphoristikerin, Bild- und Medienkünstlerin, * 1965
Wir haben zuviele hochtrabende Worte und zu wenige Handlungen,
die mit ihnen korrespondieren.
{We have too many high sounding words, and too few actions
that correspond with them.}
(zugeschrieben)
Abigail Adams Smith
Ehefrau des US-Präsidenten John Adams, 1744-1818
In leeren Köpfen
finden Versprechungen besseren Widerhall.
(
aus: »Kopfwehen. Denk Anstößiges«)
© Dr. phil. Jürgen Wilbert
deutscher Literat und Aphoristiker, *1945
Erfolg kommt mit "ich kann"
und nicht durch "ich kann nicht".
(zugeschrieben)
Henry Brooks Adams
US-amerikanischer Historiker und Kulturphilosoph, 1838-1918
Scheidung.
Man wechselt den Partner, aber nicht das Thema.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
... nach der Tugend niemand fragt,
nur nach Geld ein jeder tracht.
(aus: »Der Antiquität- oder Münznarr«)
Abraham a Sancta Clara, eigentlich Johann Ulrich Megerle
katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller, 1644-1709
Wenn ich tot bin, darfst du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern und
in fremden Kleidern dir begegnen und dich segnen.
(aus seinen Werken)
»Joachim Ringelnatz«
deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, 1883-1934
Der wahre Mensch zeigt sich immer erst dann,
wenn seine Fassade bröckelt.
(aus einem Manuskript)
»© Gabriele Ende«
deutsche Lyrikerin und Autorin, * 1950
Sind die Flöhe an der Macht,
bekommen Hunde Orden
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
23.07.2012
Der größte Feind des Rechtes
ist das Vorrecht.
(aus: »Aphorismen«)
Marie von Ebner-Eschenbach, geb. Freiin Dubský
österreichische Schriftstellerin, 1830-1916
Ist es nicht paradox,
wenn Verbissene wie Zahnlose wirken?
(aus: »Neue deutsche Aphorismen«)
»© Oliver Tietze«
deutscher Aphoristiker und Lyriker, * 1965
Es ist nicht schwer,
so einfach zu sein, daß man gut ist.
(zugeschrieben)
»Joseph Joubert«
französischer Moralist und Essayist, 1754-1824
"Alles zu seiner Zeit",
sagte die Zukunft zur Vergangenheit.
(aus einem Manuskript)
»© Helga Schäferling«
deutsche Sozialpädagogin, * 1957
Ein verfehlter Beruf
verfolgt uns durch das ganze Leben.
(zugeschrieben)
Honoré de Balzac
französischer Schriftsteller, 1799-1850
Zur Hoffnung gehört Geduld,
das Vertrauen in die Kraft des Guten, das sich oft nur langsam durchsetzt,
so wie auch die Saat ihre Zeit zum Wachsen braucht.
Nötig ist aber auch ein "starkes Herz", fest in Gott verankert.
(aus: »Lebensquellen 37«)
© Herbert Wesely
österreichischer Autor und Sportsekretär, * 1936
Ein Scharlatan unter den Philosophen
bietet dem Nachdenken mehr Stoff als hundert Ehrliche.
(aus: »zeno-Jahrheft Nr. 26 (2004)«)
»© Dr. phil. Jürgen Große«
deutscher Aphoristiker und Essayist, * 1963
Der sechste Sinn
streckt den anderen fünf die Zunge heraus.
(aus: »Worte sind Taten« -
z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Sami Feiring«
finnischer Aphoristiker, * 1963
Einen Menschen, der Träume liebt,
sollte man nicht mit Realitäten abspeisen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Lebensklugheit bedeutet:
alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst nehmen.
(aus: »Buch der Sprüche und Bedenken«)
»Arthur Schnitzler«
österreichischer Erzähler und Dramatiker, 1862-1931
Europäische Butterberge
fürchten Afrikas Sonne
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
22.07.2012
Jedes Mal, wenn ein Öltanker verunglückt,
muss mit Pechvögeln gerechnet werden.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Ein wenig Duft
bleibt immer an den Händen derer haften,
die Rosen schenken.
»Weisheit aus Asien«
Will sich die Welt nicht verbessern lassen,
findet man vielleicht bei sich selbst
diese oder jene Möglichkeit
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
21.07.2012
Das einzige Lebewesen,
das sich selbst in Frage stellen kann,
ist der Mensch.
(aus: »Weggefährten«)
»© Gerlinde Nyncke«
deutsche Psychotherapeutin, Buchrezensentin und Aphoristikerin, * 1925
20.07.2012
Ein Haus kann
Schutzwall und Gefängnis zugleich sein.
(aus einem Manuskript)
»© Gudrun Kropp«
deutsche Autorin, * 1955
19.07.2012
Der Verräter
bestimmt den Wert des Geheimnisses.
(aus einem Manuskript)
»© Hans-Horst Skupy«
deutscher Publizist und Aphoristiker, * 1942
18.07.2012
Binnenschifffahrt ist
nautische Meditation.
(aus: »Widersprüche«)
»© Dr. phil. Michael Richter«
deutscher Zeithistoriker, * 1952
17.07.2012
Nun setzen wir die Reise fort.
Wer weiß, wohin wir fahren?
Vielleicht nach einem schönen Ort,
an dem wir nocht nicht waren.
(aus: »alle tage ein gedicht«)
© Frantz Wittkamp
deutscher Grafiker, Maler und Autor, * 1943
16.07.2012
Entspanne dich. Laß das Steuer los.
Trudele durch die Welt. Sie ist so schön:
gibt dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
(aus: »Die Kunst, falsch zu reisen«)
»Kurt Tucholsky«, auch Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel
deutscher Journalist und Schriftsteller, 1890-1935
15.07.2012
Welchen ausgezeichneten Ratgeber findet der Mann in seiner Frau,
wenn diese zu denken vermag?
(aus: »Über die Liebe (De l'Amour)«)
Stendhal, eigentlich: Marie-Henri Beyle
französischer Schriftsteller, 1783-1842
Weltstädte,
im Weltdorf versinkend.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen«)
© Beat Rink
Schweizer Aphoristiker und Theologe, * 1957
14.07.2012
ist es etwas ruhiger hier für die nächsten Tage.
»Diesen Blogbeitrag« werde ich - wann immer zeitmäßig und technisch möglich - aktualisieren. Wer also unter Entzugserscheinungen leidet, kann dort immer nachlesen, wann es denn nun endlich mit den Tageszitaten weitergeht ;-))
Je flacher der Mensch,
um so tiefer seine Inhaltslosigkeit.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Je höher die Lebenserwartung,
desto weniger darf man vom Leben erwarten.
(aus: »Vorsicht, Medizin!«)
© Dr. rer. pol. Gerhard Kocher«
Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom, * 1939
Wo ein Wille ist,
ist auch ein Fußweg
aus: »Scherben 2002 - 2004«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
13.07.2012
Es ist nutzlos zu versuchen,
Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen.
Man kann nur jemandem eine Leiter hinaufstoßen,
wenn er bereit ist, selbst zu klettern.
(zugeschrieben)
»Andrew Carnegie«
US-amerikanischer Industrieller und Stahl-Tycoon, 1835-1919
Entwicklung überall,
fragt sich nur wohin
aus: »Scherben 2002 - 2004«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
12.07.2012
Kunst zu schaffen beginnt damit,
dass die Vorbilder einen aussuchen.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«)
»© Dr. Andreas Rahmatian«
österreichisch-schottischer Aphoristiker, * 1967
Ein Übermaß an optischen Eindrücken
führt über die Abschwächung des Sehens hinweg
zu einer Verminderung der Erlebnisfähigkeit.
(aus:
»Erich Limpach für jeden Tag«)
»Erich Limpach« (© Friedrich Witte)
deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker, 1899-1965
Gleichgültigkeit ist
eine dumme Massensportart
aus: »Scherben 2002 - 2004«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
11.07.2012
Das Leben ist wie eine Kette,
deren Perlen aus Hoffnungen bestehen.
(aus einem Manuskript)
»© Wilhelm Karl "Willy" Meurer«
deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist M.H.R. (Member of the Human Race), * 1934
Sich für groß halten macht klein
aus: »Scherben 2012«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
10.07.2012
Es ist ja immer nur der Verstand, der verzweifelt,
wenn uns das Unbegreifliche anpackt;
und doch beruhigt er sich immer wieder,
weil jenes Gefühl doch stärker ist,
das uns Lust und Liebe zum Leben gibt.
(zugeschrieben)
»Richard Fedor Leopold Dehmel«
deutscher Dichter und Schriftsteller, 1863-1920
Raucher sind
freiwillig atembehindert
(aus dem Manuskript: »Blauer Dunst«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
09.07.2012
Eine Gelegenheit beim Schopf packen:
Eines anderen Schwäche schamlos ausnutzen.
(aus: »Wirtschaftsbestiarium«)
»Werner Fletcher«
deutscher Schriftsteller und Satiriker, * 1952
Schein der Hilfsbereitschaft
Allzu oft werden diejenigen als hilfsbereit gelobt,
die Blinden eine Brille anbieten.
(aus: »Aphorismen«)
© Gregor Brand
deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger, * 1957
Seine Fehler gibt man gern als angeboren aus;
seine Tugenden will man errungen haben.
(aus: »Tausend und Ein Gedanken«)
»Peter Sirius«, eigentlich Otto Kimmig
deutscher klassischer Philologe und Gymnasialdirektor, 1858-1913
Retortenbaby:
Im Reagenzglas wurde der Glaube an den Schöpfer zerstört.
(aus: »Ein gebildeter Kranker«)
»© Hans-Horst Skupy«
deutscher Publizist und Aphoristiker, * 1942
Zu erkennen, welch ein Segen
auch in den weniger guten Erfahrungen liegt,
bedarf es oft eines langen Menschlebens.
(aus einem Manuskript)
»© Gabriele Ende«
deutsche Lyrikerin und Autorin, * 1950
Radikale geben vor, einer Sache an die Wurzel zu gehen,
indem sie den Menschen an die Gurgel gehen.
(aus: »WeltAnschauung«)
»© Rupert Schützbach«
deutscher Dipl.-Finanzwirt, Zöllner i.R. und Schriftsteller, * 1933
Was kann der Mensch nicht aus den Menschen machen -
im Guten und im Schlimmen!
(zugeschrieben)
»Hedwig Dohm«
deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, 1831-1919
Ein Mensch, der gar nicht liest,
ist gebildeter als ein Mensch, der außer Zeitungen nichts liest.
(zugeschrieben)
»Thomas Jefferson«
US-amerikanischer Politiker und Staatstheoretiker; dritter Präsident der Vereinigten Staaten; 1743-1826
Panzerwagen, Sackgassenfahrzeug
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
08.07.2012
Täter werden von Tätern gefaßt
und von Denkern verurteilt.
(aus der Sammlung: »Diesseits und jenseits von Kalau«)
»© Georg Skrypzak«
deutscher Aphoristiker, Restaurator, Maler, Zeichner und Satiriker, *1946
Würde und bisweilen Heiligkeit
hängen mehr von Röcken und Westen ab,
als viele Leute sich träumen lassen.
(zugeschrieben)
»Charles Dickens«
englischer Schriftsteller, 1812-1870
Das Gute glaubt, die besseren Argumente zu haben.
Aber nicht die Engel sind bekannt für ihren Scharfsinn,
sondern der Teufel.
(aus: »Auflärung und Kritik, 04/2010«)
© Dr. Michael Rumpf
deutscher Essayist, * 1948
Verachtung nicht,
nur Schmerz kann ich empfinden.
(aus: »Hölle«)
»Dante Alighieri«
italienischer Dichter und Philosoph, 1265-1321
Wer ein Brett vor dem Kopf hat,
braucht keinen Airbag.
(aus: »Grubenfunde«)
»© Ulrich Erckenbrecht«, auch: Hans Ritz
deutscher Aphoristiker und Autor, * 1947
Der Mensch hat nichts so eigen,
Sowohl steht ihm nichts an,
Als dass er Treu erzeigen
Und Freundschaft halten kann.
(zugeschrieben)
»Simon Dach«
deutscher Dichter der Barockzeit, 1605-1659
Eltern können ihre Kinder nicht ein Leben lang beschützen,
aber sie mit viel Liebe, Geduld, Umsicht, Fürsorge und Mühe
auf ihr eigenständiges Leben vorbereiten.
(aus: »366 neue Sprüche«)
© Karin Heinrich
deutsche Autorin, * 1941
Je dümmer eine Sache ist,
desto mehr Erfolgschancen hat sie.
(zugeschrieben)
»Georges Benjamin Clemenceau«
französischer Journalist, Politiker und Staatsmann. 1841-1929
Was ihr euch Liebes noch in der Welt sagen und tun könnt,
das sagt und tut rasch, morgen ist es
vielleicht schon zu spät dazu.
(aus: »Hastenbeck«)
»Wilhelm Raabe«, Pseudonym: Jakob Corvinus
deutscher Schriftsteller (Erzähler), 1831-1910
Es ist schwer, einen Gedanken zu fassen,
wenn er losgelassen sein will.
(aus: »Erde am Himmel«)
»© Dr. Hanspeter Rings«
deutscher Vertreter des philosophischen Aphorismus, * 1955
Ob die Augen nach außen oder innen sehen,
wir haben sie bemalt
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
07.07.2012
Wahr ist alles das,
was ich ganz klar und deutlich einsehe.
(zugeschrieben)
»René Descartes«
französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher, 1596-1650
Aber wir sitzen untätig da, ohne zu bedenken,
dass, wer selber nichts tut, nicht einmal seinen Freunden
zumuten darf, etwas für ihn zu tun, geschweige denn den Göttern.
(aus: »Zweite olynthische Rede«)
»Demosthenes«
griechischer Redner und Staatsmann, 384-322 v. Chr.
Tausende und Abertausende von Zerrbildern der Welt
ergeben zusammen das Weltbild des modernen Menschen.
(aus: »Ansichten und Einsichten«)
© Prof. Dr. Wilhelm Schwöbel
deutscher Zoologe und Aphoristiker, 1920-2008
Unfrei ist der Mensch, der nicken muss,
obwohl er innerlich den Kopf schüttelt.
(aus einem Manuskript)
»© Erhard Schümmelfeder«
deutscher Erzieher und Schriftsteller, * 1954
Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren,
sondern auch, um der Zeit einen Wert zu geben.
(zugeschrieben)
»Ferdinand Victor Eugène Delacroix«
französischer Maler, 1798-1863
Tabaksteuern sind der Beweis dafür,
dass man Geld zweimal verbrennen kann.
(aus: »Bitte wenden!«)
© F.C. Schiermeyer
deutscher Aphoristiker, * 1952
Nimm dein Schicksal ganz als deines!
Hinter Sorge, Gram und Grauen
wirst du dann ein ungemeines
Glück entdecken: Selbstvertrauen.
(
aus dem Gedicht: »Ermutigungen«)
Link führt zum vollständigen Gedicht auf gutenberg.spiegel.de
»Richard Fedor Leopold Dehmel«
deutscher Dichter und Schriftsteller, 1863-1920
Das, was war, wirkt auf uns
allemal tiefer als das, was ist.
(zugeschrieben)
»Egon Friedell«, eigentlich: Egon Friedmann
österreichischer Schriftsteller, Theaterkritiker, Kulturhistoriker, Kabarettist und Schauspieler, 1878-1938
Nächstenliebe,
ohne zu fragen, was ich davon habe
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
06.07.2012
Demokratie: keiner zu klein, Helfer zu sein.
Diktatur: keiner zu klein, Helfershelfer zu sein.
(aus: »Schweigegeld als Landeswährung«)
»© Dr. phil. Jeannine Luczak-Wild«
Konferenzdolmetscherin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin, * 1938
Misstrauisch bist du? Ich verstehe dich:
Du willst dir die Mühe ersparen, die Menschen kennenzulernen.
(zugeschrieben)
»Arthur Schnitzler«
österreichischer Erzähler und Dramatiker, 1862-1931
Die "Meine Wenigkeit"-Sager
halten sich alle für hochbedeutend.
(aus »Jahresplaner 2004«)
»© Friedrich Löchner«, auch: Erich Ellinger
deutscher Pädagoge, Dichter und Autor, 1915-2013
Den leeren Schlauch bläst der Wind auf,
Den leeren Kopf der Dünkel.
(aus: »Denksprüche alter Weisen«)
»Matthias Claudius, Pseudonym: Asmus«
deutscher Dichter, Lyriker und Journalist, 1740-1815
Aufs Kreuz legen
ist nicht reine Männersache.
(aus: »Schatten, länger als wir«)
© Edith Linvers
deutsche Schriftstellerin und Aphoristikerin, * 1940
Der Mensch hingegen bedarf geistiger Nahrung durch Lernen und Denken,
unaufhörlich sucht oder treibt er etwas,
und Sehen und Hören macht ihm Vergnügen.
(aus: »Drei Bücher von den Pflichten«)
»Marcus Tullius Cicero«
römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph, 106-43 v. Chr.
Es ist schön, gemeinsam alt zu werden.
Das gilt auch für die meisten unserer Träume.
(aus: »WortHupferl 07/2011«)
»KarlHeinz Karius«
Urheber, Mensch und Werbeberater, * 1935
Wer den Unterschied zwischen der Wirklichkeit und dem Realen nicht kennt,
ist am Stammtisch besser aufgehoben als am Schreibtisch.
(aus: »Teil I - besser bist böse«)
»Werner Friebel«
deutscher Wort- und Tonsetzer, * 1958
Warum gibt es Kriege,
wenn alle nur das Glück suchen.
(aus: »nur für Dich« Gedankensplitter, Aphorismen)
© Margarete
Autorin von Lyrik, Aphorismen und Kurzgeschichten
Meine Hauptfragen:
Warum und Wohin,
aus welchem Grund und in welche Richtung
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
05.07.2012
Es liegt nicht daran, daß die Welt soviel schlechter geworden ist.
Vielmehr ist die Berichterstattung jetzt sehr viel besser.
(zugeschrieben)
»Gilbert Keith Chesterton
englischer Buchautor und Journalist, 1874-1936
Das Ziel der Partnerschaft ist es,
den anderen wieder als Partner zu sehen
und nicht als permanente Müllkippe.
(aus: »Spielverderber des Glücks«)
© Ute Lauterbach
deutsche Autorin und Alltagsphilosophin, * 1955
Jeder Mensch hat seinen geheimen Kummer, den die Welt nicht kennt;
und oftmals nennen wir einen Menschen kalt, der bloß traurig ist.
(zugeschrieben)
»Henry Wadsworth Longfellow«
amerikanischer Schriftsteller, Lyriker, Übersetzer und Dramatiker, 1807-1882
Der liebesfähige Mensch ist nicht nur ein Menschenliebhaber,
sondern er liebt das Leben allgemein.
(aus seinen Werken)
»© Peter Lauster«
deutscher Autor
Der Politiker mit stolz geschwellter Brust:
Ich habe eine reine Weste -
Ich habe mich nicht mit Ruhm bekleckert!
(aus einem Manuskript)
»© Helmut Peters«
begeisterter Zukunftswerker, *1950
Leben und Tod unlösbar verbunden,
zwei Seiten einer Münze
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
04.07.2012
Die Dummheit wäre nicht Dummheit,
wenn sie den Geist nicht fürchtete.
(zugeschrieben)
»Nicolas Chamfort«, geboren als Sébastien-Roch Nicolas
französischer Schriftsteller, 1741-1794
Bei der Verabschiedung in den Ruhestand
wird mehr gelobt als im Verlauf des ganzen Berufslebens.
(aus dem Manuskript: »Kurze«)
»© Hermann Lahm«
deutscher Hobby-Autor, * 1948
Der, der nicht urteilen kann ist ein Idiot.
Der, der nicht urteilen wird ein Fanatiker.
Der, der es sich nicht träumen lässt ein Sklave.
(zugeschrieben)
»Andrew Carnegie«
US-amerikanischer Industrieller und Stahl-Tycoon, 1835-1919
Manchmal sind Standpunkte
wie schwimmende Treibinseln im Meer der Meinungslosigkeit.
(von seiner Homepage)
»© peter e. schumacher«
deutscher Publizist und Aphorismensammler, * 1941
Besser gut ausruhen
als schlecht arbeiten.
»Weisheit aus Deutschland«
Kein traumhaftes Leben mit einem Traum
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
03.07.2012
Ihr seid die Zeit.
Seid ihr gut, sind auch die Zeiten gut.
(zugeschrieben)
Augustinus von Hippo, auch: Augustinus von Thagaste, Augustin oder Aurelius Augustinus
christlicher Kirchenlehrer, Rhetor und Philosoph, 354-430 n. Chr.
Manche Leute rufen nach einer Veränderung
und hoffen heimlich, daß andere sie verhindern werden.
(aus einem Manuskript)
»© Pavel Kosorin«
tschechischer Aphoristiker, * 1964
Ich werde nicht tun, was ihr sagt.
Ihr habt mich gewählt, um eure Interessen zu vertreten,
und das werde ich tun.
(zugeschrieben)
»Edmund Burke«
irisch-britischer Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker, 1729-1797
Das Glühwürmchen leuchtet nicht, um zu sehen -
sondern um gesehen zu werden.
(aus einem Manuskript)
© Klaus Ender
deutsch-österreichischer Fachbuchautor und Künstler der Fotografie, * 1939
Zweifel ist an sich kein Verbrechen.
Wir stürmen nicht geradezu hin, ergreifen das erste beste
und glauben das auf der Stelle!
Mannigfaltiger Zweifel, Forschungstrieb, Skepsis, wie es genannt wird,
über mannigfaltige Dinge, wohnt jedem verständigen Sinne bei.
(aus: »Der Held als Schriftsteller«)
»Thomas Carlyle«
schottischer Essayist und Historiker, 1795-1881
Der Mensch hört früher auf
zu fühlen als zu hoffen.
(zugeschrieben)
»Edward Young«
englischer Dichter, 1683-1765
Im Seniorenalter freu dich
über die Fragen der Jüngeren
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
02.07.2012
Ein schöner Traum
kann den ganzen Tag beflügeln.
(aus: »Aphorismen-Geistesblitze«)
© Charlotte El. Böhler-Mueller
deutsche Journalistin, Autorin und Künstlerin, * 1924
Unsere Religion sollte nicht durch die Lehren anderer erlangt,
sondern von uns selbst erworben werden.
Sie ist keine Sache der Überlieferung, sondern der Person.
(zugeschrieben)
»Henry Thomas Buckle«
englischer Historiker und hervorragender Schachspieler, 1821-1862
Wenn ich Dich sehe fühle ich mich gut,
wenn ich Dich höre fühle ich mich geborgen,
wenn ich Dich fühle ist es der Himmel auf Erden.
(aus einem Manuskript)
»© Ulrich H. Rose«
deutscher Chemotechniker und Philosoph aus sich heraus, * 1951
Mir sind nützliche Idioten
sympathischer als unnütze Idole.
(aus: »Aphorismen & Bonmots, Dezember 2007«)
»© Dr. Fritz P. Rinnhofer«
österreichischer Marketing- und Verkaufsmanager, Publizist und Aphoristiker, * 1939
Die Gegenwart gehört den Reichen,
aber die Zukunft den Tüchtigen und Gescheiten.
(zugeschrieben)
»Jean de La Bruyère«
französischer Schriftsteller und Moralphilosoph, 1645-1696
Man soll niemanden unterschätzen,
auch wenn er überschätzt wird.
(aus: »Erde am Himmel«)
»© Dr. Hanspeter Rings«
deutscher Vertreter des philosophischen Aphorismus, * 1955
Auf den obersten Stufen des Glücks
begegnet man noch mehr Wünschen und Bedürfnissen
als auf den untersten.
(aus: »Aphorismen«)
»Emanuel Wertheimer«
deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischen Ursprungs, 1846-1916
Hab ich die Habsucht nach Ideen,
hab ich keine Ideen
(aus: »Scherben 2006«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
01.07.2012
Ich lasse prinzipiell niemanden an meiner Würde herumtasten,
schon der vielen ungewaschenen Hände wegen.
(aus einem Manuskript)
»© Claudio M. Mancini«
italienischer Schriftsteller, Satiriker und Romanautor, * 1945
Puppen sind wir,
von unbekannten Gewalten am Draht gezogen.
(aus »Dantons Tod«)
»Georg Büchner«
deutscher Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär, 1813-1837
Nicht immer freut man sich,
manchmal freut es einen nur.
(aus: »Wortschatz«)
»© Dr. phil. Michael Richter«
deutscher Zeithistoriker, * 1952
Die vollends, die sich der Vorzüge des Körpers brüsten,
auf einen wie geringen, wie gebrechlichen Besitz stützen sie sich!
(aus: »Trost der Philosophie«)
»Anicius Manlius Severinus Boëthius«
römischer Gelehrter, Politiker, Philosoph und Theologe, lebte um 480-526 n. Chr.
auf dem Heimweg
fallen uns immer
die geistreichen
Antworten ein
(aus: »Klimmzüge II«)
»© Art van Rheyn«, eigentlich Günter Schneiderath
niederrheinischer Dichter, 1939-2005
Weisheit wird dargeboten am einsamen Markt, wo keiner kauft,
Und gefunden auf dürrem Acker, wo der Landmann vergebens den Pflug zieht.
(aus: »Der Preis der Erfahrung«)
»William Blake«
englischer Dichter, Naturmystiker, Maler und Kupferstecher, 1757-1827
Das Streben nach Perfektion
ist ein vollwertiger Ersatz für Perfektion.
(aus einem Manuskript)
»© Ingun Spiecker-Verscharen«
deutsche Autorin und Laienlyrikerin, *1956
Wo die Barmherzigkeit und Klugheit ist,
da ist nicht Verschwendung noch Täuschung.
(zugeschrieben)
Franz von Assisi, eigentlich di Giovanni Bernardone
italienischer Wanderprediger und Heiliger, 1182-1226
Im Laufe der Zeit
fragt man nach der Stunde.
(aus dem Manuskript: »Neue Aphorismen«, Teil 6/14)
»© Dr. Ernst R. Hauschka«
deutscher Aphoristiker, Essayist und Bibliothekar, 1926-2012
Das Lied des Vogels ist
der Echogruß der Erde an das Morgenlicht.
(aus: »Verirrte Vögel«)
Rabindranath Tagore
eigentlich: Thakur, bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger, 1861-1941
Humor macht viele Dinge relativ.
Was riesengroß erscheint, wird lächerlich klein.
Was furchtbar schwer erscheint, verliert die bedrückende Last.
Humor macht manches möglich, was unmöglich erscheint.
Manches Ungewitter geht vorbei, ohne Donner, Blitz und Hagelschlag.
(aus: »Ich hab' dich gern«)
© Pater Phil Bosmans
belgischer, katholischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, “der moderne Franziskus”, 1922-2012
Das Höchste, wozu sich ein schwacher Kopf von Erfahrung erheben kann,
ist die Fertigkeit, die Schwächen besserer Menschen herauszufinden.
(aus »Sudelbuch J«)
»Georg Christoph Lichtenberg«
deutscher Mathematiker und Professor für Experimentalphysik, Begründer des deutschsprachigen Aphorismus, 1742-1799
Gleichgültigkeit, Fratze der Gelassenheit
(aus: »Scherben 2002-2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926