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Archiv
31.08.2012
Würden alle Gebete erhört
gäbe es keine Betenden mehr
(aus: »TriebFeder«)
© Horst A. Bruder
deutscher Aphoristiker, * 1949
Hoffnungslose Liebe
Wer jemanden ohne Hoffnung liebt,
der liebt vor allem sein Lieben.
(aus: »Aphorismen«)
© Gregor Brand
deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger, * 1957
Wein ist
in Flaschen gefüllte Poesie.
(zugeschrieben)
»Robert Louis Stevenson«
schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters, 1850-1894
Man sollte den Baum der Erkenntnis
unter Naturschutz stellen.
(aus: »Mit der Macht ist der Mensch nicht gern alleine«)
© Lothar Bölck
deutscher Kabarettist und Autor, * 1953
Abwasser ist ein Thema,
das dringend der Klärung bedarf.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Der Kreis ist
Vollkommenheit und Eingrenzung zugleich.
(aus: »Knapp über der Erde«)
»© Dr. Hanspeter Rings«
deutscher Vertreter des philosophischen Aphorismus, * 1955
Menschen üben Menschlichkeit,
nur fehlt die Übung
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
30.08.2012
Wer lange sucht, findet –
wer länger sucht, findet sich selber.
(aus: »Wir Kleindenker«)
»Billy«, eigentlich Walter Fürst
Schweizer Aphoristiker, * 1932
Die Wahrheit hat deswegen so wenige Parteigänger,
weil sie von Natur aus unparteiisch ist.
(aus: »Kurzfassungen«)
»© Ulrich Erckenbrecht«, auch: Hans Ritz
deutscher Aphoristiker und Autor, * 1947
Der Teufel höret nichts als Donnern, Poltern, Krachen;
Drum kannst du ihn mit Lust durch Sanftmut töricht machen.
(aus: »Der cherubinische Wandersmann«)
»Angelus Silesius« (Der Bote oder Engel aus Schlesien); eigentl. Johannes Scheffler
deutscher Lyriker und Theologe, 1624-1677
Die Not bleibt ein Despot.
Man muß ihr auch noch gehorchen.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
"Achtung" bedeutet auf dem Kasernenhof nicht Achtung,
sondern "Vorsicht".
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Zur Erkenntnis der Dinge braucht man nur zweierlei in Betracht zu ziehen,
nämlich uns, die wir erkennen,
und die Dinge selbst, die es zu erkennen gilt.
(aus: »Regeln zur Leitung des Geistes«)
»René Descartes«
französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher, 1596-1650
Geduld ist der Mantel der Hoffnung
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
29.08.2012
Wichtigtuer blieben völlig wirkungslos,
gäbe es keine Wichtignehmer.
(aus: »Aus aller Herzen Länder«)
»© Rupert Schützbach«
deutscher Dipl.-Finanzwirt, Zöllner i.R. und Schriftsteller, * 1933
Spielverderber:
Das Wetter, der Gegner, das Glück, die Regeln.
(aus: »Fußballdiktionär«)
»Werner Fletcher«
deutscher Schriftsteller und Satiriker, * 1952
Gewissen hat genauso wenig
mit Tapferkeit zu tun wie mit Politik.
(zugeschrieben)
»Richard Brinsley Sheridan«
irischer Dramatiker und Politiker, 1751-1816
Ein unberechenbarer Mensch
bringt den größten Mathematiker zum Scheitern.
(aus einem Manuskript)
»© Helga Schäferling«
deutsche Sozialpädagogin, * 1957
Erinnere dich an schöne Augenblicke,
nicht an Jahre, Monate oder Tage,
nur die Augenblicke zählen.
(aus: »nur für Dich« Gedankensplitter, Aphorismen)
© Margarete
Autorin von Lyrik, Aphorismen und Kurzgeschichten
Mannes genug bist du nur,
wenn du menschlich genug bist
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
28.08.2012
Der Fatalismus ist
keine Weltanschauung für Notzeiten.
(aus: »Bagatellen«)
»© Robert Muthmann«
deutscher Journalist, Rechtsanwalt und Schriftsteller, * 1922
Immer dann, wenn der Untergang der Menschheit beschworen wurde,
gab es Hoffnung auf eine Zukunft.
(aus: »Heiteres und Nachdenkliches über Mensch und Zukunft«)
»© Wolfgang Kownatka«
deutscher Oberstleutnant a.D. und Journalist, * 1938
Erfahrung sieht
die Patina am Neuen.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen«)
»© Dr. Hanspeter Rings«
deutscher Vertreter des philosophischen Aphorismus, * 1955
Daß man sich inszeniert, bestätigt,
wie gering die Rolle ist, die man spielt.
(aus der Literaturzeitschrift: »Zeno«, Heft 26)
© Dr. Michael Rumpf
deutscher Essayist, * 1948
Niemand kennt die Menschen so gut
wie der Beichtvater, der Bankier und der Bettler.
(zugeschrieben)
»Carl Fürstenberg«
deutscher Bankier, 1850-1933
Ab einer gewissen Summe
sagt man zum Geld Kapital.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Der Haß ist parteiisch,
aber die Liebe ist es noch mehr.
(aus: »Die Wahlverwandtschaften«)
»Johann Wolfgang von Goethe«
deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann, 1749-1832
Die Regierung ist
eine Erfindung der menschlichen Weisheit
zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse.
(zugeschrieben)
»Edmund Burke«
irisch-britischer Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker, 1729-1797
Freude,
ihr Füllhorn möchte ich über alle Menschen ausgießen
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
27.08.2012
Nicht alles, was wir wahr
nehmen,
wollen wir dann auch wahr
haben.
(aus: »Aphorismen, Band 5«)
© F.C. Schiermeyer
deutscher Aphoristiker, * 1952
Die Jugend ist so liebenswürdig, daß man sie anbeten müßte,
wenn Seele und Geist ebenso vollkommen wären als der Körper.
(zugeschrieben)
»Marie Marquise de Sévigné«, geb. Rabutin-Chantal
Angehörige des französischen Hochadels und Autorin, 1626-1696
Mit der Dauer einer Beziehung wächst nicht nur die Anzahl der Rituale,
sondern auch der Rostbelag an den Waffen.
(aus: »Teil II - lieb-liches«)
»Werner Friebel«
deutscher Wort- und Tonsetzer, * 1958
Die große Schwierigkeit aller Staatsmänner besteht darin, handeln zu müssen,
ohne das für ihre Entscheidungen notwendige Wissen zu besitzen.
(aus: »Ansichten und Einsichten«)
© Prof. Dr. Wilhelm Schwöbel
deutscher Zoologe und Aphoristiker, 1920-2008
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
(zugeschrieben)
Lucius Annaeus Seneca
römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und Schriftsteller, 1-65 n. Chr.
Je niedriger der Zinsfuß,
um so toter mein Kapital.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die schönsten Worte sind die,
die völlig unverhofft in Dein Ohr dringen
und ihren Platz in Deinem Herzen finden.
(aus einem Manuskript)
»© Andrea Koßmann«
deutsche Autorin, * 1969
Die Karriereleiter aufwärts muss man klettern,
abwärts kann man fliegen
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
26.08.2012
Das Wiedersehen hat mich wieder sehend gemacht.
(aus: »Schatten, länger als wir«)
© Edith Linvers
deutsche Schriftstellerin und Aphoristikerin, * 1940
Bevor du eine Galgenfrist setzt, prüfe,
wie es um deinen Galgenhumor bestellt ist.
(
aus: »Kopfwehen. Denk Anstößiges«)
© Dr. phil. Jürgen Wilbert
deutscher Literat und Aphoristiker, *1945
Dass Du in jeder Stunde der Freude und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst –
das ist mein Wunsch für Dich, und für alle, die Dich mögen.
Das ist mein Wunsch für Dich – heute und alle Tage.
»Irischer Segenswunsch«
Wie kommt es, daß man Abneigung gegen andere empfindet,
sobald man sich selbst in ihnen wiedererkennt? -
Vielleicht deshalb, weil sie unsere sorgsam gehüteten Geheimnisse preisgeben?
(aus: »Denkzettel eines Zweiflers«)
»© Erhard Schümmelfeder«
deutscher Erzieher und Schriftsteller, * 1954
Alle reden vom Supersound
und keiner mehr vom guten Ton.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges;
sondern alles ist aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur heraus bestimmt,
auf eine gewisse Weise zu existieren und zu wirken.
(aus: »Die Ethik«)
Baruch de Spinoza
niederländischer Philosoph mit sephardischen Vorfahren, 1632-1677
Einmal nicht mehr sein, das geht in Ordnung,
doch da sein und nicht helfen können, das macht dich verrückt
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
25.08.2012
Seit meiner Jugend träume ich vergeblich davon,
eine Aufgabe könnte einfach geworden sein.
(aus: »366 neue Sprüche«)
© Karin Heinrich
deutsche Autorin, * 1941
So stehe und wirke ich in der Welt als einer,
der die Menschen durch Denken innerlicher und besser machen will.
(aus seinen Werken)
»Albert Schweitzer«
evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Arzt, 1875-1965
(mit freundlicher Zitiergenehmigung der
Albert-Schweitzer-Stiftung)
Deine blinde Wut
öffnet mir die Augen
(aus: »denken zwischen gedanken - nicht ohne hintergedanken«)
»© Helmut Peters«
begeisterter Zukunftswerker, *1950
Es ist ein aufwendiger Prozeß,
von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
(aus: »Wortbruch«)
»© Dr. phil. Michael Richter«
deutscher Zeithistoriker, * 1952
Die Welt gehört demjenigen,
der nicht fühlt.
(aus: »Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares«)
»Fernando Pessoa«, eigentlich Fernando António Nogueira Pessoa
portugiesischer Dichter, Schriftsteller und Geisteswissenschaftler, 1888-1935
Heutzutage rechnen die Schüler mit dem Taschenrechner
und mit der Großzügigkeit ihrer Eltern.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Neben dem Ziel, das man erreicht hat,
liegen verführerisch die Lorbeeren.
(aus einem Manuskript)
»© Manfred Schröder«
deutsch-finnischer Aphoristiker und Dichter, * 1938
Der Aphorismus ist die einzige Literaturgattung,
in der es keine Kurzfassung gibt.
(aus: »Aphorismen & Bonmots, Dezember 2007«)
»© Dr. Fritz P. Rinnhofer«
österreichischer Marketing- und Verkaufsmanager, Publizist und Aphoristiker, * 1939
Jahre fliegen,
ein Jahr bummelt
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
24.08.2012
Dauer ist eine unbestimmte Fortsetzung der Existenz.
(aus: »Die Ethik«)
Baruch de Spinoza
niederländischer Philosoph mit sephardischen Vorfahren, 1632-1677
Es ist äußerst schwierig, erfolgreich zu sein,
ohne unsympathisch zu wirken.
(zugeschrieben)
»Kin Hubbard«, eigentlich Frank McKinney Hubbard
amerikanischer Karikaturist, Humorist und Journalist, 1868-1930
Den Intellekt voll nutzen
und dann ins Wunder springen.
(aus: »Spielverderber des Glücks«)
© Ute Lauterbach
deutsche Autorin und Alltagsphilosophin, * 1955
Der Neid läßt uns den Glückpilz erkennen,
die Selbstzufriedenheit den Pechvogel.
(von seiner Homepage)
»© peter e. schumacher«
deutscher Publizist und Aphorismensammler, * 1941
Gerade in Kleinigkeiten, bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter,
und da kann man oft an geringfügigen Handlungen, an bloßen Manieren den grenzenlosen,
nicht die mindeste Rücksicht auf andere kennenden Egoismus bequem beobachten,
der sich nachher im Großen nicht verleugnet, wiewohl verlarvt.
(zugeschrieben)
»Arthur Schopenhauer«
deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer, 1788-1860
Je edler ist, worauf du wartest,
um so weniger wichtig ist, wann es kommt.
(aus einem Manuskript)
»© Pavel Kosorin«
tschechischer Aphoristiker, * 1964
Wenn der Absatz stimmt, sagen die Schuster,
dann bringt die Sohle die Kohle.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Tee erleuchtet den Verstand, schärft die Sinne,
verleiht Leichtigkeit und Energie
und vertreibt Langeweile und Verdruß.
»Weisheit aus China«
Das Dass des Todes ist sicher,
es geht ums Wann und Wie
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
23.08.2012
Das Gute dieser Welt ist einer anderen Welt, die etwa existieren könnte,
ebenso wenig mitteilbar, wie mein Sinn mitteilbar ist, an diesen oder jenen.
(aus: »Zwiegespräche vom unendlichen All und den Welten«)
Giordano Bruno
italienischer Priester, Dichter und Philosoph, 1548-1600
Strebst du nach Besitz, lerne ihn wieder loszulassen.
Ringst du nach Liebe, um geliebt zu werden, lerne sie wieder loszulassen.
Genieße den Augenblick und lasse auch ihn sofort wieder los.
(aus seinen Werken)
»© Peter Lauster«
deutscher Autor
Alles, was zählt, ist zu wenig.
(aus dem Manuskript »Neue Aphorismen, Teil 6/12«)
»© Dr. Ernst R. Hauschka«
deutscher Aphoristiker, Essayist und Bibliothekar, 1926-2012
Die Behauptung, jemand sei ein Freund,
besagt in der Regel nicht mehr, als daß er kein Feind ist.
(zugeschrieben)
»Henry David Thoreau«
US-amerikanischer Schriftsteller, Naturalist und Philosoph, 1817-1862
Krankheit macht einsam,
und Einsamkeit macht krank.
(aus: »Ein gebildeter Kranker«)
»© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck«
deutscher Immunologe und Aphoristiker, * 1926
Die Phrasen sind
die Waffen der großmäuligen Kleindenker.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Allgemeinheit war ja wohl immer schon
der schlechteste Lehrer für das Leben und Fühlen.
Und niemals stand es so gut um die menschlichsten Dinge,
daß nicht der großen Menge gerade das Schlechteste gefiel.
(aus: »Handbuch eines christlichen Streiters«)
»Erasmus von Rotterdam«
niederländischer Theologe, Philosoph, Philologe und Humanist, 1465 oder 1469 - 1536
Weltanschauung der alten Welt:
Geldanschauung
(aus: »Scherben 2006«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
22.08.2012
Die Einsamkeit
gibt dem Geist Selbstgefühl.
(aus einem «Brief an Goethe«)
»Bettina von Arnim«
deutsche Schriftstellerin der Romantik, 1785-1859
Mit dem Unsinn lebt es sich leichter
als mit der Sinnlosigkeit.
(aus: »Gedankensprünge«)
»© Dr. phil. Ernst Reinhardt«
Schweizer Publizist und Aphoristiker, * 1932
Größe ist
keine Frage der Länge.
(aus dem Manuskript: »Kurze«)
»© Hermann Lahm«
deutscher Hobby-Autor, * 1948
Mancher Verlust
setzt einen Denkprozess in Gang.
(von seiner HP)
»© Klaus Huber, alias Klaus vom Dachsbuckel«
deutscher Autor, Text- und Auftragsdichter, * 1946
Zum König wird man gekrönt,
zum Ritter geschlagen
und zum Beamten gestempelt.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Zum Licht wenden sie sich,
verschwindet es, so rollen sie
ihre Blätter zusammen und schlafen
in der Umarmung der Luft ein.
(zugeschrieben)
»Hans Christian Andersen«
dänischer Dichter, Schriftsteller und Märchensammler, 1805-1875
Wir sterben alle am Wege:
Wer von erreichten Zielen spricht, ist ein Narr.
(zugeschrieben)
»Gorch Fock«, eigentlich Johann Wilhelm Kinau
deutscher Schriftsteller und Marinesoldat, 1880-1916
Zahlungsmoral, verbindliche Moral !
(aus einem Manuskript)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
21.08.2012
Sprüche sind
Keimzellen des Denkens.
(aus einem Manuskript)
»© Ulrich H. Rose«
deutscher Chemotechniker und Philosoph aus sich heraus, * 1951
Der einzige Marsch, den ich akzeptiere,
ist der Schweigemarsch.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Die Welt ist eine Bühne,
aber das Stück ist schlecht besetzt.
(aus: »Lord Arthur Saviles Verbrechen«)
»Oscar Wilde«, eigentlich Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde
irischer Schriftsteller, 1854-1900
Er war ein Geber. Er gab zu denken.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Einen Rat an den Verstand:
Vergraule nicht das Glück.
(aus einem Manuskript)
»© Joachim Panten«, alias karlundemil
deutscher Aphoristiker und Publizist, 1947-2007
Grundsätze sind gut, solange man Herr über sie bleibt.
Sobald man von ihnen regiert wird, sind sie ein Übel.
(zugeschrieben)
»Jerome Klapka Jerome«, eigentlich Jerome Clapp
englischer Autor, 1859-1927
Es gibt nichts in der Welt das so wertvoll wäre
wie der Herzensfrieden.
(zugeschrieben)
»Franz von Sales«
französischer Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer, Bischof von Genf, 1567-1622
Aha-Sagen ist
noch kein Aha-Erlebnis
aus: »Scherben 2002 - 2004«
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
20.08.2012
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
(aus: »Wilhelm Tell«)
»Johann Christoph Friedrich von Schiller«
deutscher Dichter, Philosoph und Historiker, 1759-1805
Es ist besser, durch Güte Reumütige zu schaffen
als durch Strenge Heuchler.
(zugeschrieben)
»Franz von Sales«
französischer Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer, Bischof von Genf, 1567-1622
Sind wir denn geboren um pausenlos glücklich zu sein?
Oder vielleicht um dazu beizutragen, dass das Leben uns anvertrauter Menschen
durch unser Zutun freudvoller, leichter und reicher wird?
Könnten dann am Ende nicht auch wir selbst darüber glücklich sein?
(aus: »Aphorismen-Geistesblitze«)
© Charlotte El. Böhler-Mueller
deutsche Journalistin, Autorin und Künstlerin, * 1924
Den du zum Lächeln bringst,
den hast du vielleicht auch wieder zum Lachen gebracht.
(aus: »Sichtwechsel«)
»© Paul Mommertz«
deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, * 1930
Was will der Baumeister Verstand in seinem Bau ausrichten,
wenn ihm das Gedächtnis keinen Stein reicht?
(zugeschrieben)
»Johann Michael Sailer«
katholischer Theologe, Bischof von Regensburg, 1751-1832
Ich lebe lieber in einem Traum von der Liebe
als in einer Wirklichkeit, die diesen Traum für immer zerstört…
(aus: »Lyricon 2«)
»© Elmar Kupke«
deutscher Aphoristiker, * 1942
Es gäbe wesentlich weniger Reichtum in der Welt,
wenn jeder nur das besäße, was er ehrlich erworben hat.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Reifer werden heißt:
schärfer trennen, inniger verbinden.
(zugeschrieben)
»Hugo von Hofmannsthal«, eigentlich: Hugo Laurenz August Hofmann
österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker und Librettist, 1874-1929
Ein Satz kommt in den Kopf,
ein Buch kommt ins Regal
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
19.08.2012
mit einem Schritt zurück
wächst der Überblick
(aus einem Manuskript, 05.06.2007)
»© Anke Maggauer-Kirsche«
deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und Betagtenbetreuerin, * 1948
Vor der Mitbestimmung sollte
die Mitbesinnung kommen.
(aus: »Aphorismen & Bonmots, Dezember 2007«)
»© Dr. Fritz P. Rinnhofer«
österreichischer Marketing- und Verkaufsmanager, Publizist und Aphoristiker, * 1939
Keine Weltmacht macht Welt.
Sie zerstört sie höchstens.
(aus einem Manuskript, 15.03.2005)
»© Walter Ludin«
Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, * 1945
Wir können stets fühlen, was recht ist,
aber nicht immer wissen, was möglich ist.
(zugeschrieben)
»John Ruskin«
englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph, 1819-1900
Die meisten Sonnenuhren
haben auch ihre Schattenseiten.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Wellen der Zeit
schaukeln die Augenblicke
ans Lebensufer.
(ein Haiku aus: »Gräser Tanzen«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Der Gelehrteste Theologe
ist Gott nicht näher als ein gläubiger Hirtenjunge.
(aus: »Der Literat im Caféhaus«)
© Germund Fitzthum
österreichischer Aphoristiker, * 1938
Damit sein Herz nicht blutet,
setzt ein Schalter bei "Hunger in der Welt"
das Gehirn außer Betrieb
(aus: »Scherben 2006«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
18.08.2012
Toleranz ist, weinen dürfen
ohne daran gehindert zu werden.
(aus einem Manuskript)
»© Art van Rheyn«, eigentlich Günter Schneiderath
niederrheinischer Dichter, 1939-2005
Auch auf der Höhe der Zeit
hat man so seine Tiefpunkte.
(aus einem Manuskript)
© Harald Kriegler
Schriftsetzer und Autor, * 1945
Mögest du jeden Tag
wieder gut mit dir zusammenleben.
»Irischer Segenswunsch«
Das Glück des Menschen - ich habe seine tiefsten Gründe gesucht, und das habe ich herausgefunden:
Der Grund liegt nicht im Geld oder Besitz oder Luxus, nicht im Nichtstun oder Geschäfte machen, nicht im Leisten oder Genießen.
Bei glücklichen Menschen fand ich immer als Grund tiefe Geborgenheit, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.
(aus: »Worte zum Menschsein«)
© Pater Phil Bosmans
belgischer, katholischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, “der moderne Franziskus”, 1922-2012
Das Gewissen regt sich erst,
wenn die innere Stimme es will.
(aus einem Manuskript)
»© Joachim Panten«, alias karlundemil
deutscher Aphoristiker und Publizist, 1947-2007
Die Blindheit des Nichtwissens
verdunkelt wie durch eine Wolke das Urteil der Vernunft.
(aus: »Handbuch eines christlichen Streiters«)
»Erasmus von Rotterdam«
niederländischer Theologe, Philosoph, Philologe und Humanist, 1465 oder 1469 - 1536
Was allen gehört, gehört niemandem.
Also gehört es mir.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Konsumgesellschaft droht
an appetitlosem Verhalten zu ersticken.
(aus: »Ein gebildeter Kranker«)
»© Hans-Horst Skupy«
deutscher Publizist und Aphoristiker, * 1942
Wer einen Euro stiehlt, ist den Cent nicht wert,
ab hunderttausend Euro sieht es anders aus
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
17.08.2012
Wer nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet,
der wird nie zur Zufriedenheit gelangen.
(aus: »Heimgärtners Tagebuch«)
»Peter Rosegger«, eigentlich Roßegger, auch: P. K. (für Petri Kettenfeier), Hans Malser
österreichischer Schriftsteller, 1843-1918
Ordnung ist das halbe Leben.
Die andere Hälfte ist Unordnung.
(aus: »Der Gedankenzoo. Aphorismen und Anekdoten«)
»© Alexander Saheb«
deutscher Aphoristiker, * 1968
In der Eifersucht
steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum andern.
(zugeschrieben)
»François de La Rochefoucauld«
französischer Adeliger, Militär und Moralist, 1613-1680
Dem ewig Hungrigen
zerrinnt das Glück in den Händen.
(aus: »Weggefährten«)
»© Gerlinde Nyncke«
deutsche Psychotherapeutin, Buchrezensentin und Aphoristikerin, * 1925
Für das friedliche Zusammenleben mit meinem Computer
erhoffe ich mir einen Kompromiss:
Ich beherrsche ihn nicht - er beherrscht mich nicht.
(aus: »WortHupferl 10/2010«)
»KarlHeinz Karius«
Urheber, Mensch und Werbeberater, * 1935
Viele Gerichtsurteile könnten
durch Denkprozesse vermieden werden.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die Fröhlichen sind die wahren Besitzer,
denn die Welt gehört denen, die sich ihrer freuen.
(aus: »Der Charakter (Character)«)
Samuel Smiles
schottischer Mediziner und Moralschriftsteller, 1812-1904
Vertrauen ist
für ein Leben in Menschlichkeit wesentlich
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
16.08.2012
Die gelehrtesten Menschen
sind oft die engstirnigsten.
(zugeschrieben)
»William Hazlitt«
englischer Essayist und Schriftsteller, 1778-1830
Weil er sich einen schlechten Namen gemacht hatte,
legte er sich ein gutes Pseudonym zu.
(aus: »Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter«)
© Gerd W. Heyse, auch: Ernst Heiter
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, *1930
Der Gerechte muß viel leiden.
Der "Gelinkte" meistens noch mehr.
(aus einem Manuskript)
»© Wilhelm Karl "Willy" Meurer«
deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist M.H.R. (Member of the Human Race), * 1934
Es gibt nichts Besseres als eine gute Frau,
nichts Schlimmeres als eine schlechte.
(aus: »Monita ad Astralabium«)
Petrus Abaelardus, auch: Pierre Abélard, Peter Abälard
französischer Philosoph und Theologe, 1079-1142
Distanz war wohl in der Schöpfung nicht vorgesehen,
sonst müsste man sie nicht erst schaffen.
(aus einem Manuskript)
»© Siegfried Wache«
deutscher technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Aphoristiker, * 1951
Undank ist der Welt Lohn.
Die Kuh gibt Milch, die Katze wird gestreichelt.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wenn morgen Bundestagswahl wäre,
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.
(aus einem Manuskript)
»© Ingun Spiecker-Verscharen«
deutsche Autorin und Laienlyrikerin, *1956
Der größte Teil der Menschen verwendet die erste Hälfte ihres Lebens darauf,
die zweite elend zu machen.
(aus: »Bemerkungen über den Menschen«)
»Jean de La Bruyère«
französischer Schriftsteller und Moralphilosoph, 1645-1696
Um dreizehn Uhr sollte der Staat Insolvenz anmelden,
doch da war er noch beim Dessert
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
15.08.2012
Das muß man unsrer Bescheidenheit lassen:
keiner hält viel von seinesgleichen.
(aus: »Aphorismen«)
»Emanuel Wertheimer«
deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischen Ursprungs, 1846-1916
Ein rechter Kuhhandel
läßt sich auch nur mit Ochsen veranstalten.
(aus einem Manuskript, 11.11.2005)
»© Martin Gerhard Reisenberg«
Dipl.-Bibliothekar in Leipzig und Autor, * 1949
Patriotismus?
Eine Mischung von Eigenliebe und Vorurteil.
(zugeschrieben)
»Voltaire, eigentlich François Marie Arouet«
französischer Schriftsteller der Aufklärung, 1694-1778
Ein wenig Lob an manchem Tag ist mehr wert,
als man glauben mag.
(aus seinen Werken)
»© Oskar Stock«
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, * 1946
Nur in der Auseinandersetzung
kann man das eigene Profil finden.
(aus: »Charakterkopf«)
»© Michael Marie Jung«
Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer, * 1940
Teufelskreise entstehen meist da,
wo Verstand ohne Vernunft operiert.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wenn noch so Geringes zu noch so Geringem du legest
Und das häufiger tust, bald wird ein Großes auch hieraus.
(aus: »Werke und Tage«)
»Hesiod«
griechischer Dichter, Ackerbauer und Viehhalter, lebte um 700 v. Chr.
Der Adel besteht in Stärke des Leibes bei Pferden,
bei Menschen in guter Denkart.
(aus: »Wandsbecker Bote«)
»Matthias Claudius, Pseudonym: Asmus«
deutscher Dichter, Lyriker und Journalist, 1740-1815
Todesgefahr und Lebensgefahr sind identisch
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
14.08.2012
Es ist so traurig, dass der Mensch
ein Feind des Menschen ist.
(aus: »Woutertje Pieterse«)
»Multatuli, eigentlich Eduard Douwes Dekker«
niederländischer Schriftsteller, 1820-1887
Damit dich keiner kauft, werde unverkäuflich.
Vorsicht ist keine Schande.
(aus: »Flöhe in der Zwangsjacke. Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen«)
»© Vytautas Karalius«
Litauer Schriftsteller, Aphoristiker und Übersetzer, * 1931
Achtundsechziger:
Zeit, in der die Regierenden von heute
die Regierenden von damals mit Steinen beworfen haben.
(aus: »Teufelsspitzen«)
»© Karsten Mekelburg«
deutscher Satiriker, *14.11.1962 (Neuruppin)
Freundschaft bedeutet,
eine Ahnung von den inneren Schätzen des Freundes zu haben.
(aus: »Champagner für die Seele«)
»© Rainer Haak«
deutscher Schriftsteller, Theologe und Aphoristiker, * 1947
Für Menschen, von denen wenigstens eine starke Idee Besitz ergriffen hat,
vergeht das Leben nicht ungenutzt.
(aus: »Mein Leben«)
»Alexander Iwanowitsch Herzen«
Pseudonym: Iskander, russischer Philosoph, Schriftsteller und Publizist
Scheidungsanwälte sind oft
die einzigen Gewinner bei Ehekriegen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Die meisten verstehen unter Aufklärung,
einem Angst und Bange zu machen,
statt einen in frohe und hoffnungsvolle Erwartung zu versetzen.
(aus »Blätter am Wege«)
»© Friedrich Löchner«, auch: Erich Ellinger
deutscher Pädagoge, Dichter und Autor, 1915-2013
Manche verstehen unter Individualismus
die Konzentrierung der Menschlichkeit auf die eigene Person.
(aus: »Gedankensprünge«)
»© Dr. phil. Ernst Reinhardt«
Schweizer Publizist und Aphoristiker, * 1932
Sinn für Glück ist schon Glück
(aus: »Minisprüche vom Glück«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
13.08.2012
Man sollte neben den Schwerpunkt
auch ein paar Leichtpunkte setzen.
(aus einem Manuskript)
»© Brigitte Fuchs«
Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin, * 1951
Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent,
ist der Anstand verloren.
(aus: »Im Selbstgespräch«)
»Emil Gött«
deutscher Schriftsteller, 1864-1908
Der Weltverbesserer beendet seine Sätze mit einem Ausrufezeichen,
der Wissenschaftler mit einem Punkt,
der Weise mit einem Fragezeichen.
(aus: »Hirnflöhe (7)«)
»© Jacques Wirion«
luxemburgischer Gymnasiallehrer und Aphoristiker, * 1944
Auch wenn uns Zuversicht und Lebensfreude
manchmal so klein wie Zwerge vorkommen:
Sie sind schlafende Riesen, die wir wecken können.
(aus seinen Werken)
© Jochen Mariss
deutscher Autor und Fotograf, * 1955
Wer über andere ein Urteil fällt,
fällt gleichzeitig auch ein Urteil über sich selbst
(aus: »GegenSätze«)
© Horst A. Bruder
deutscher Aphoristiker, * 1949
Es ist eine Eigentümlichkeit der menschlichen Natur - und ich glaube eine sehr schöne -,
daß sie alles, was das Gefühl recht innig und in seinen reinsten Tiefen ergreift,
vor den Augen der Menschen verbirgt, als dürfe es nicht in die Öffentlichkeit des Marktes.
Mancher Lasterhafte verbirgt seine Laster nicht so sorgfältig als mancher Tugendhafte seine Tugenden -
und gerade die größte und unbegreiflichste ammeisten.
(aus: »Der arme Wohltäter«)
»Adalbert Stifter«
österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, 1805-1868
Reden sind Silber
und Ausreden Gold.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Macht man sich auch schmutzig,
wenn man sich mit Ruhm bekleckert?
(aus: »Mit der Macht ist der Mensch nicht gern alleine«)
© Lothar Bölck
deutscher Kabarettist und Autor, * 1953
Börse: Thermometer der öffentlichen Meinung.
(aus: »Wörterbuch der Gemeinplätze«)
»Gustave Flaubert«
französischer Schriftsteller, 1821-1880
Rausch der Ungeduld,
Bruder vom Temporausch
(aus: »Scherben 2007«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
12.08.2012
Mit jeder Verlotterung der Sitten ist zunehmende Trägheit verbunden,
ihr geht die Trägheit als Fäulniserreger voraus.
(zugeschrieben)
Hermann Sudermann
deutscher Schriftsteller und Bühnenautor, 1857-1928
Wer natürlich wirken will,
hat die Natürlichkeit damit schon verscherzt.
(aus einem Manuskript)
© Erhard Blanck
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler, *1942
Lesen ist einatmen.
Schreiben ist ausatmen.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«)
»© Rudolf Bussmann«
Schweizer Schriftsteller, * 1946
Prinzipienreiter machen
selten große Sprünge.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Es gibt zwei Möglichkeiten, brav zu sein:
Man verstellt sich.
Oder man lügt.
(aus: »Wir Kleindenker«)
»Billy«, eigentlich Walter Fürst
Schweizer Aphoristiker, * 1932
In der Erinnerung gibt es keine Grenzen;
nur im Vergessen liegt eine Kluft,
unüberwindlich für eure Stimme und euer Auge.
(zugeschrieben)
»Khalil Gibran«
libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter, 1883-1931
Parteienstrategie,
getrennt blamieren, vereint klagen
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
11.08.2012
Rechtssysteme sind
vom Gesetzgeber legalisierte Ideologien.
(aus: »Bagatellen«)
»© Robert Muthmann«
deutscher Journalist, Rechtsanwalt und Schriftsteller, * 1922
Tue alle Tage,
was Pflicht und Klugheit erfordert.
(aus: »Tagebücher«)
»Charles-Pierre Baudelaire«
französischer Schriftsteller, 1821-1867
Verdient der Mensch einen Strafverteidiger?
(aus: »Worte sind Taten« - z. Zt. vergriffen; Anfragen leite ich gerne weiter!)
»© Helena Anhava«
finnische Dichterin und Übersetzerin, * 1925
Phantasiereisen sind geführte Wanderungen
durch den Garten der Seele.
(aus einem Manuskript)
»© Helga Schäferling«
deutsche Sozialpädagogin, * 1957
Reden ist nicht dasselbe wie Handeln,
man muss bei der Beurteilung die Predigt vom Prediger trennen.
(aus: »Die Essais«)
»Michel Eyquem de Montaigne«
französischer Politiker, Philosoph und Begründer der Essayistik, 1533-1592
Ohne Liebe
verkümmert deine Seele.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Personenkult ist, wenn überhaupt,
nur als Ahnenkult erträglich.
(aus: »WeltAnschauung«)
»© Rupert Schützbach«
deutscher Dipl.-Finanzwirt, Zöllner i.R. und Schriftsteller, * 1933
Wenn Heiraten Frieden stiften könnte,
sollte man den Großen die Vielweiberei erlauben.
(aus »Schriften«)
»Georg Christoph Lichtenberg«
deutscher Mathematiker und Professor für Experimentalphysik, Begründer des deutschsprachigen Aphorismus, 1742-1799
Ob ich denke oder ob es in mir denkt,
Hauptsache, dass
(aus: »Scherben 2005«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
10.08.2012
Als sie weinte, sagte man ihr, sie sei einfach zu weich.
Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken.
Sie weinte zwar nicht mehr, doch hart wurde sie nicht.
(aus ihren Werken)
© Kristiane Allert-Wybranietz
deutsche Lyrikerin, * 1955
Neidvoll blickt die Fähigkeit zu überzeugen
auf die Gabe zu verzaubern.
(aus: »Gedankenfäden«)
© Dr. Michael Rumpf
deutscher Essayist, * 1948
Nach festem Schlaf kommen
frische, vom Schlaf gereinigte Gedanken...
(aus: »Intelligenz und Revolution«)
»Alexander Alexandrowitsch Blok«
russischer Dichter der Moderne, 1880-1921
Depressionen wachsen
aus den Schatten der Gesellschaft.
(aus: »366 neue Sprüche«)
© Karin Heinrich
deutsche Autorin, * 1941
Nein sagen zu können
ist Gewinn an Kraft und Zeit.
(von ihrer Homepage)
»© Else Pannek«
deutsche Lyrikerin, 1932 - 2010
Nichts verbraucht den Menschen mehr
als der Mensch, der alles verbraucht.
(aus: »Vom Naserümpfen des Gehirns«)
© Dr. phil. Jürgen Wilbert
deutscher Literat und Aphoristiker, *1945
Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung
und nichts eher als eine Wohltat.
(zugeschrieben)
»Martin Luther«
deutscher Theologieprofessor und Urheber der Reformation, 1483-1546
Nur wer sich beherrschen kann,
ist sein eigener Herr.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Nach einem Krieg beginnt
das schmutzige Geschäft des Siegers.
(aus: »Ansichten und Einsichten«)
© Prof. Dr. Wilhelm Schwöbel
deutscher Zoologe und Aphoristiker, 1920-2008
Flüge zu den Planeten
werden als Reisen in die Zukunft verkauft.
In Wirklichkeit sind sie nichts anderes
als Reisen in die Vergangenheit.
(aus: »Heiteres und Nachdenkliches über Mensch und Zukunft«)
»© Wolfgang Kownatka«
deutscher Oberstleutnant a.D. und Journalist, * 1938
Nach der letzten Weisheit ist Schluss
(aus einem Manuskript)
© Claudia Brefeld
deutsche Aphoristikerin und Haiku-Dichterin, * 1956
Nächstenliebe,
ohne zu fragen, was ich davon habe,
ist das Natürlichste, einfach so
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
09.08.2012
Ausgesprochene Worte sind
frei fliegende, niemals wiederkehrende Vögel?
Dann müssen Schriftstücke
Gefiederte im Käfig sein:
anschaulich fixiert.
(aus: »Schwarzer Engel Weiße Blume - Wanderungen durch japanoide Kurzlyrik«)
»© Dr. sc. agr. Stephan Matthias Dreyer«, auch: Raudonas Brokas
deutscher Dipl.-Agrarbiologe, Autor, Publizist,Hobby-Aphoristiker und -Poet, * 1957
Man kann nicht den Sorgen entgehen,
indem man mehr ausgibt, als man einnimmt.
(zugeschrieben)
»Abraham Lincoln«
amerikanischer Politiker und Anwalt, 16. Präsident der Vereinigten Staaten, 1809-1865
Die verachtungswürdigsten Leute bewaffnen sich am stärksten.
Sie haben ihre Gründe.
(aus: »Denkzettel eines Zweiflers«)
»© Erhard Schümmelfeder«
deutscher Erzieher und Schriftsteller, * 1954
Die Diktatur ist ein System,
in dem man entweder vor der Tribüne
oder vor dem Tribunal defiliert.
(aus: »Schweigegeld als Landeswährung«)
»© Dr. phil. Jeannine Luczak-Wild«
Konferenzdolmetscherin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin, * 1938
Eigene Gedanken müssen nicht immer neu sein.
Aber wer einen neuen Gedanken hat,
kann ihn leicht von einem andern haben.
(aus: »Anderthalb Wahrheiten«)
»Karl Kraus«
österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker und Kritiker, 1874-1936
Man büßt nicht nur für Sünden,
man büßt auch für die Tugend.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Wenn das Lob, das du mir aussprechen willst,
nur die Verpackung ist für deine Kritik,
dann behalte dein Lob und gib mir nur die Kritik.
(aus einem Manuskript)
»© Detlev Fleischhammel«
deutscher Theologe, * 1952 (Berlin-Ost)
Manche Schnäppchenjäger fragen nicht,
wie viel sie von genau demselben Schnäppchen schon haben,
schnappen süchtig weiter zu und kommen in den Sachen um
Hauptsache Schnäppchen
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
08.08.2012
So sind die Menschen!
Sie suchen früh und spät
Das Bittere im Kelche;
Wer keine Plage hat,
Der macht sich welche.
(aus: »Trost im Scheiden«)
»August (Friedrich Ferdinand) von Kotzebue«
deutscher Dramatiker und Schriftsteller, 1761-1819
Ruhe sammelt heimlich Kräfte,
Tätigkeit ruft sie herbei.
(aus »Jahresplaner 2000«)
»© Friedrich Löchner«, auch: Erich Ellinger
deutscher Pädagoge, Dichter und Autor, 1915-2013
Die einfachste aller Bewegungsarten:
in die Irre gehen.
(von seiner Homepage)
»© peter e. schumacher«
deutscher Publizist und Aphorismensammler, * 1941
Den Kern des Volkes rührst du nur mit der vollen Wucht der Wahrheit um.
Darum buhle nicht um den Beifall der Lärmenden und Unruhigen,
sondern sieh auf die Gelassenen und Festen, unentwegt.
(aus: »Das Fähnlein der sieben Aufrechten«)
»Gottfried Keller«
Schweizer Dichter und Politiker, 1819-1890
alleine sein - frei sein
zu zweit sein - nicht frei sein
nicht alleine sein
(aus: »Stark wie ein Baum - sanft wie eine Blüte«)
»© Edith Tries«
deutsche Autorin, * 1952
Setze nur soviel Hoffnung in Menschen,
wie sie imstande sind zu erfüllen.
(aus einem Manuskript)
»© Pavel Kosorin«
tschechischer Aphoristiker, * 1964
Ohne Achtung
gibt es keine wahre Liebe.
(aus: »Kant-Brevier«)
»Immanuel Kant«
deutscher Philosoph der Aufklärung, 1724-1804
Lästert nicht über Wunder.
Auch Elektronik funktioniert nicht immer.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Auch die Bösen
sind untereinander gut.
(aus: »Wortschatz«)
»© Dr. phil. Michael Richter«
deutscher Zeithistoriker, * 1952
Die Kunst des Arbeitens ist
die wichtigste aller Künste.
(aus: »Glück«)
Carl Hilty
Schweizer Staatsrechtler und Laientheologe, 1833-1909
Manchmal möchte man
sich in ein Mauseloch verkriechen,
bis der Katzenjammer vorbei ist.
(aus einem Manuskript)
»© Dr. Ernst R. Hauschka«
deutscher Aphoristiker, Essayist und Bibliothekar, 1926-2012
Leb so, dass man sich freut,
wenn man dich sieht
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
07.08.2012
Lob, ebenso wie Gold und Diamanten,
hat Wert nur durch seine Seltenheit.
(aus: »The Rambler«)
»Samuel Johnson«
englischer Gelehrter, Lexikograf, Schriftsteller, Dichter und Kritiker, 1709-1784
Auch wenn wir das Licht
der Sonne nicht hatten,
es fehlte uns nicht,
wir liebten den Schatten.
(aus: »alle tage ein gedicht«)
© Frantz Wittkamp
deutscher Grafiker, Maler und Autor, * 1943
Ohne Vorbehalte kann man nur mit jemandem diskutieren,
wenn dieser von der Sache nichts versteht.
(aus einem Manuskript)
»© Dr. Ernst R. Hauschka«
deutscher Aphoristiker, Essayist und Bibliothekar, 1926-2012
Üb immer Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab
Und weiche keinen Fingerbreit
Von Gottes Wegen ab.
(aus: »Der alte Landmann an seinen Sohn«, 1779)
Ludwig Christoph Heinrich Hölty
deutscher volkstümlicher Dichter, 1748-1776
Die meisten Fehler macht man, wenn es einem gut geht,
und nicht, wenn es einem schlecht geht.
(aus einem Manuskript)
© Hans-Friedrich Witte
Stereonaut, * 1936
Der Mann, welcher einer Frau nicht sagt,
daß sie in seinem Leben eine Hauptrolle spielt,
spielt im Leben dieser Frau eine Nebenrolle.
(aus: »Kaffeesätze«)
»© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck«
deutscher Immunologe und Aphoristiker, * 1926
Keiner bietet dem Floh
mehr Sicherheit als der Igel.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Hab Mut! Jedoch nicht, um ihn zu beweisen.
Schick deinen Mut niemals auf Reisen.
Man kann mit Kühnheit, doch mit Mut nie scherzen,
Denn der, der Mut zeigt, hat auch Furcht im Herzen.
(aus dem Gedicht: »Der Mut der reifen Jugend«)
»Joachim Ringelnatz«
deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, 1883-1934
Unter den Bösartigen,
die alles Böse, das sie nicht bestimmt wissen, unbesonnen sagen,
gibt es besonnene Freunde, die vorsichtig verschweigen, was sie wissen.
(aus: »Maximen und Reflexionen«)
Antoine de Rivarol, eigentlich Antoine Rivaroli
französischer Schriftsteller, Journalist, Monarchist und Moralist, 1753-1801
Viele Menschen erscheinen uns unergründlich nicht deshalb, weil sie tief sind,
sondern weil wir anders geartet sind als sie.
(aus: »Bausteine zu Leben und Zeit«)
»Jakob Bosshart«
Schweizer Schriftsteller, 1862-1924
Kohle mit Geduld
ist jetzt ein Diamant
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
06.08.2012
"Ich denke, also bin ich."
Aber Gedankenlosigkeit gefährdet die Existenz nicht.
(aus: »Gedankensprünge«)
»© Dr. phil. Ernst Reinhardt«
Schweizer Publizist und Aphoristiker, * 1932
In Hinsicht auf den Begriff "Erfahrung" gibt es zwei unangenehme Sorten von Leuten:
die, denen Erfahrung mangelt, und die, welche sich
auf ihre Erfahrung zu viel zugute tun.
(zugeschrieben)
»Hugo von Hofmannsthal«, eigentlich: Hugo Laurenz August Hofmann
österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker und Librettist, 1874-1929
Ich schätze mir lieber den klugen Schweiger,
als den dummen Schwätzer.
(aus einem Manuskript)
»© Joachim Panten«, alias karlundemil
deutscher Aphoristiker und Publizist, 1947-2007
Jede Minute, die wir bewusst leben,
weitet sich für uns zur Ewigkeit.
(von seiner HP)
»© Klaus Huber, alias Klaus vom Dachsbuckel«
deutscher Autor, Text- und Auftragsdichter, * 1946
Ich brauche niemanden, der mir meine Suppe versalzt.
Das kann ich selber.
(aus einem Manuskript)
»© Manfred Schröder«
deutsch-finnischer Aphoristiker und Dichter, * 1938
Leben ist Irren,
und des Irrens Summe Wahrheit.
(aus: »Aphorismen, verstreut aus dem Nachlaß«)
»Peter Hille«
deutscher Schriftsteller, 1854-1904
Ich schätze den Menschen, mit dem man reden kann,
mehr als den Menschen, der mit sich reden lässt.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Immer wieder auf einen Verdruß zurückkommen,
ist eine Art von Verrücktheit.
(aus: »Handorakel und Kunst der Weltklugheit«)
»Baltasar Gracián y Morales S.J.«
Baltasar Gracián y Morales S.J., spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit, 1601-1658
Das Leben will leben -
bei der geringsten Möglichkeit.
(aus einem Manuskript)
»© Christel Rische«
deutsche Autorin, * 1962
Im Glück und in der Tugend
möchte man so weit kommen wie möglich;
über alles andere helfen Verstand und Tugend selbst hinweg.
(aus: »Reflexionen und Maximen«)
»Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues«
französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller, 1715-1747
Ich bin der Herr, dein Geld
(aus: »Tagesspiegelscherben, 1935-1945«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
05.08.2012
In aufgeregten Zeiten, wo die Meinung alles, die Sitte wenig gilt,
da sieht man Menschen mit der niederträchtigsten Niederträchtigkeit Sklaven der öffentlichen Meinung werden
und keine andere Meinung haben als die, welche gerade Trumpf ist,
und welche Leib und Leben schützen, ein Pöstlein bringen kann
während die gleichen Feiglinge die christliche Sitte auf die frechste Weise höhnen im einfältigsten Glauben,
nun sei einmal die Zeit gekommen, wo man nicht mehr achte auf Sitte und Zucht...
(aus: »Leiden und Freuden eines Schulmeisters«)
»Jeremias Gotthelf«, eigentlich Albert Bitzius
Schweizer Schriftsteller und Pfarrer, 1797-1854
In welcher Zeit wir leben:
sogar Wettergespräche drehen sich um das Ende der Welt.
(aus: »Worte sind Taten«)
»© Hannu Pulkkinen«
finnischer Journalist, Graphiker und Aphoristiker, * 1951
Habe deine Zwecke im Ganzen vor Augen
und lasse dich im Einzelnen durch die Umstände bestimmen.
(zugeschrieben)
»Johann Wolfgang von Goethe«
deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann, 1749-1832
"Ich habe keine Zukunft" ist der Ausdruck von
Resignation in der Gegenwart
und fehlender Perspektive in der Vergangenheit.
(aus: »Heiteres und Nachdenkliches über Mensch und Zukunft«)
»© Wolfgang Kownatka«
deutscher Oberstleutnant a.D. und Journalist, * 1938
Der Gerechte steht dem Herzen der Menschen nahe,
der Gütige jedoch dem Herzen Gottes.
(zugeschrieben)
»Khalil Gibran«
libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter, 1883-1931
Demokratie ist die Zelle,
in der der Spießer seine Freiheit absitzt.
(aus: »Aporismen 2«)
»© Elmar Kupke«
deutscher Aphoristiker, * 1942
Keiner braucht den anderen
so sehr wie der Egoist.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen«)
© Beat Rink
Schweizer Aphoristiker und Theologe, * 1957
Die hinreissendste Schönheit -
die mit den kleinen Schönheitsfehlern.
(aus: »Sichtwechsel«)
»© Paul Mommertz«
deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, * 1930
Herrschaftsprinzipien, die unverändert bleiben
in der Folge der Regierungsformen:
List und Kühnheit.
(aus: »Aufruhr der Engel/La révolte des anges«)
»Anatole France«, eigentlich Jacques Anatole François Thibault
französischer Schriftsteller, 1844-1924
Heutzutage haben die Kinder
oft mehr Eltern als die Eltern Kinder.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Heute schlägt man den Menschen nicht mehr an's Kreuz.
Man bricht's ihm.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Lieben, das ist die Wonne, ein liebenswertes und liebendes Wesen
mit allen Sinnen und in nächster Nähe
zu sehen, zu berühren und zu fühlen.
{Aimer, c'est avoir du plaisir à voir, toucher, sentir par tous les sens,
et d'aussi près que possible
un objet aimable qui nous aime.}
(aus: »Über die Liebe (De l'Amour)«)
Stendhal, eigentlich: Marie-Henri Beyle
französischer Schriftsteller, 1783-1842
Haltbarer als die Ritterburgen
sind die Ruinen
(aus: »Tagesspiegelscherben, 1935-1945«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
04.08.2012
Man kann in der Kunst ohne begeisterte Zustimmung der Mitlebenden,
oder wenigstens eines bestimmten Kreises der Mitlebenden,
nicht bestehen.
(aus: »Briefe«)
»Theodor Fontane«
deutscher Schriftsteller und approbierter Apotheker, 1819-1898
Man muss sich einen Ort aussuchen,
an dem man begraben werden will.
Sonst tun es andere für einen.
(aus: »Lebensquellen 41«)
© Herbert Wesely
österreichischer Autor und Sportsekretär, * 1936
Von dem, der mir nichts zu geben hat,
laß ich mir auch nichts nehmen.
(zugeschrieben)
»Gorch Fock«, eigentlich Johann Wilhelm Kinau
deutscher Schriftsteller und Marinesoldat, 1880-1916
manche Menschen sind nur Hüllen
die sich nicht mit Menschen füllen
(aus einem Manuskript, 27.10.2005)
»© Anke Maggauer-Kirsche«
deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und Betagtenbetreuerin, * 1948
In der Hoffnung alles begraben.
(aus der Sammlung: »Diesseits und jenseits von Kalau«)
»© Georg Skrypzak«
deutscher Aphoristiker, Restaurator, Maler, Zeichner und Satiriker, *1946
Keine Freiheit ohne Tatkraft.
Das macht sich in den geringsten Dingen bemerkbar.
(aus: »Gedanken«)
»Sully Prudhomme«
französischer Schriftsteller und erster Nobelpreisträger für Literatur, 1839-1907
Geisterfahrer:
Individualismus in der falschen Richtung.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Man soll nicht aufhören,
bevor es am schönsten ist.
(aus einem Manuskript, 24.08.2004)
»© Walter Ludin«
Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, * 1945
Über die Torheiten unserer Jugend erröten wir nicht,
aber über die Torheiten unseres Alters.
(zugeschrieben)
»Edward Young«
englischer Dichter, 1683-1765
Man muss sich manchmal ganz schön warm anziehen,
nachdem man unverhüllt die Wahrheit gesagt hat.
(aus einem Manuskript)
© Harald Kriegler
Schriftsetzer und Autor, * 1945
Geduld ist kein Schulfach,
Geduld ist Schule
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
03.08.2012
Die Dummheit kann meist besiegt werden.
Wir wissen nichts, weil wir nichts wissen wollen.
(zugeschrieben)
»(Carl Friedrich) Paul Ernst«, Pseudonym: P.W. Spassmöller
deutscher Schriftsteller und Journalist, 1866-1933
Tag für Tag pflegen und reinigen wir unseren Leib.
Doch wann pflegen und reinigen wir unsere Seele?
(von seiner Homepage)
»© Rainer Kaune«, Pseudonym: Heinrich Berner
Autor, Rezitator, Vortragsredner, * 1945
Leid und Loben kann miteinander stehen,
wenn beides zum Gebet wird.
(zugeschrieben)
Friedrich von Bodelschwingh d.Ä.
evangelischer Pastor und Theologe; Gründer der Bethel-Stiftungen, 1831-1910
Welcher Weg ein Umweg und welcher Umweg ein Weg war,
weißt du immer erst am Ziel.
(aus: »WortHupferl 04/2012«)
»KarlHeinz Karius«
Urheber, Mensch und Werbeberater, * 1935
Wenn du einen Schneck behauchst, kriecht er ins Gehäuse,
wenn du ihn in Cognac tauchst, sieht er weiße Mäuse.
(zugeschrieben)
»Joachim Ringelnatz«
deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, 1883-1934
Ein handfester Skandal ist ein Ärgernis,
welches unendlich viele Menschlein überglücklich macht.
(aus: »Der Narr in uns«)
© Gerd W. Heyse, auch: Ernst Heiter
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, *1930
Selbst der Gerechte
fällt des Tages sieben Mal.
(zugeschrieben)
»Teresa von Ávila«, eigentlich Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada,
spanische Karmelitin, Mystikerin, Kirchenlehrerin und Heilige, 1515-1582
Frei können nur die sein,
die an nichts hängen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Es gibt wohl Ausflüge von der Realität,
aber keinen Ausweg aus ihr.
(aus: »Der Gedankenzoo. Aphorismen und Anekdoten«)
»© Alexander Saheb«
deutscher Aphoristiker, * 1968
Wenn jemand meinte,
die Bäume seien da, um den Himmel zu stützen,
so müßten sie ihm alle zu kurz vorkommen.
(aus: »Aphorismen«)
»Franz Grillparzer«
österreichischer Schriftsteller, 1791-1872
Freu dich über Lachfalten,
die besten Erinnerungszeichen
(aus: »Scherben 2002 - 2004«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
02.08.2012
Die Eltern sollen uns nie das Leben lehren wollen,
denn sie lehren uns ihr Leben.
(zugeschrieben)
»Rainer Maria Rilke«
deutschsprachiger Lyriker und Übersetzer, 1875-1926
Erste Vorboten der Klimakatastrophe.
Das Land trocknet aus,
die Einnahmequellen versiegen.
(aus einem Manuskript)
»© Siegfried Wache«
deutscher technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Aphoristiker, * 1951
In der Politik soll man weniger versuchen,
neue Gelegenheiten zu schaffen,
als die sich bietenden zu nutzen.
(zugeschrieben)
Walther Rathenau
deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker, 1867-1922
Wer über kein Gewissen verfügt,
besitzt auch keinen inneren Schweinehund.
(aus einem Manuskript, 05.03.2007)
»© Martin Gerhard Reisenberg«
Dipl.-Bibliothekar in Leipzig und Autor, * 1949
Gesetze wurden gemacht,
damit der Stärkere seinen Willen nicht in allen Dingen durchsetzt.
(aus: »Festtagskalender«)
»Ovid«, eigentlich Publius Ovidius Naso
römischer Dichter, 43 v. Chr. - 17 n. Chr.
Oft sagt dein Urteil mehr über dich aus
als über die Beurteilten.
(aus: »Gedichte und Aphorismen zur Kommunikationsfreude«)
»© Michael Marie Jung«
Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer, * 1940
Du sagst, du seist nicht reif genug.
Ja, willst du denn warten, bis du verfaulst.
(aus: »Ideen, in Tinte getaucht. Aus dem Tagebuch«)
»Jules Renard«
französischer Schriftsteller, 1864-1910
Ein Amüsierbetrieb ist eine Art Wechselstube,
in der die Kunden versuchen, Geld in Glück einzutauschen.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Egozentriert:
Wir machen Gebrauch von Menschen,
die wir gut gebrauchen können.
(aus: »Wortmeldungen«)
»© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck«
deutscher Immunologe und Aphoristiker, * 1926
Jede Rede erscheint eitel und nichtig,
sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.
(zugeschrieben)
»Demosthenes«
griechischer Redner und Staatsmann, 384-322 v. Chr.
Ein Glück, dass nicht
alles Löwe ist, was brüllt
(aus: »Minisprüche vom Glück«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926
01.08.2012
Wer sich so benimmt, als sei er schon, was er sein könnte,
wird immer das bleiben, was er ist, ohne es zu wissen.
(aus: »durch die blume«)
»© Emil Baschnonga«
Schweizer Schriftsteller und Aphoristiker, * 1941
Nichts auf der Welt
trägt so viele Masken wie die Eifersucht.
(zugeschrieben)
»Hermann Bahr«
österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Theater- und Literaturkritiker, 1863-1934
Einen schlechten Lehrer imitieren oder vergessen seine Schüler,
einen guten Lehrer übertreffen sie.
(aus: »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«)
»© Dr. Andreas Rahmatian«
österreichisch-schottischer Aphoristiker, * 1967
Erkenntnisspendend ist
die Natur der Zahl und führend und lehrend für jeden in jedem,
was ihm zweifelhaft und unbekannt ist.
(zugeschrieben)
»Pythagoras von Samos«
griechischer Naturphilosoph und Mathematiker, um 570-510 v. Chr.
Wann ist eine Lüge überzeugend?
Wenn man mich besser belügt, als ich mich selbst.
(aus: »Flöhe in der Zwangsjacke. Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen«)
»© Vytautas Karalius«
Litauer Schriftsteller, Aphoristiker und Übersetzer, * 1931
Was das Publikum in einer Zeitung sucht,
ist das anderswo nirgends Beschaffbare.
(zugeschrieben)
»Edgar Allan Poe«
US-amerikanischer Schriftsteller, 1809-1849
Ein Organspender muß ein gutes Herz haben,
wenn er darauf verzichten will.
(aus einem Manuskript)
»© Claudio M. Mancini«
italienischer Schriftsteller, Satiriker und Romanautor, * 1945
Als ich jung war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben.
Jetzt, wo ich alt bin, weiß ich, daß es das Wichtigste ist.
(zugeschrieben)
»Thomas von Aquin«
italienischer Philosoph, Theologe und Kirchenlehrer, um 1225 bis 1274
Das Einzige, was alle Religionen gemeinsam haben,
sind die Widersprüche.
(aus seinen Werken)
»© Werner Mitsch«
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009
Für eine Rose gibt es
nur einen einzigen Gärtner auf der Welt.
(zugeschrieben)
»Bernard le Bovier de Fontenelle«
französischer Schriftsteller und Aufklärer, 1657-1757
Da das Leben für einen oft keinen Sinn zu machen scheint,
macht es Sinn, ihm einen zu geben,
einen ganz persönlichen.
(aus: »Coole Sprüche zu heißen Themen«)
»© Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck«
deutscher Immunologe und Aphoristiker, * 1926
Die Familie ist
das Nest für die Nestflüchter
(aus: »Scherben 2012«)
»© Dr. phil. Manfred Hinrich«
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, *1926