Ernst Ferstl kam als sechstes Kind einer Landwirtsfamilie zur Welt. 1975 begann er an der Pädagogischen Akademie in Wien/Strebersdorf sein Studium zum Lehramt für Deutsch, Geographie und Wirtschaftskunde. 1978 kehrte er nach Zöbern (Mitten in der Landschaft Bucklige Welt) zurück und ist seitdem als Hauptschullehrer tätig.
Ernst Ferstl ist verheiratet und hat 4 Kinder. Neben seiner Tätigkeit als Hauptschullehrer schreibt er unter anderem Gedichte, Aphorismen und Kurztexte, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Laut eigener Aussage nimmt er sich täglich ca. eine Stunde "Bedenkzeit", aus denen Gedanken und Gedichte, poetische Texte und Haiku entspringen. Sein Lebensmotto: Das Leben lieben - die Liebe leben.
Zu seinen Veröffentlichungen gehören "Du hast es mir angetan" (Beziehungsgedichte), "Zusammen wachsen" (Beziehungsgedichte), "Heutzutage" (Gedanken zum Leben) und "Ein Augenblick Ewigkeit" (Haiku), alle erschienen im Freya-Verlag. Zu seinem wohl bekanntesten Werk gehören die Liebesgedichte "Zusammen sind wir herzzerreissend", Neuauflage März 2003, Geest-Verlag.
Auf seiner
Internetseite (Gedichte, Aphorismen, Haiku - mitten aus dem Leben heraus, mit Herz, Hirn und Humor) gibt es mehr über ihn zu lesen.
Es ist fast nicht zu glauben, was sich Menschen einfallen lassen,
damit sie glauben können, was sie glauben wollen.
(aus: »einfach kompliziert einfach«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Kurzbeschreibung
Dem Dichter und Lehrer Ernst Ferstl gelingt es in unnachahmlicher Art und Weise, Gedanken auf den Punkt zu bringen. Seine Aphorismen und Sprüche, mitten aus dem Leben heraus geschrieben, sind geistreich und humorvoll. Das Schönste daran: Man findet sich und seine Mitmenschen in vielen dieser Gedanken wieder. „Das Vergnügen, andere mit Lob zu überschütten, sollten wir uns viel öfter gönnen.“, meint der Autor.
Die vielen treffenden und bemerkenswerten Gedanken zum Leben machen dieses Buch zu einem Lese- und Denkvergnügen, das man sich immer wieder gönnen sollte.
Auf der einen Seite sitzen wir fest im Sattel.
Auf der anderen Seite haben wir oft das Gefühl,
aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.
(aus: »einfach kompliziert einfach«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Anderen ein Lächeln zu schenken, ist ein Geschenk,
das fast immer ankommt - und zurückkommt.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Je mehr gute Ausreden man hat,
desto weniger oft muss man Nein sagen.
aus: »Durchblicke«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Anfangen ist das A
im ABC des Erfolges.
(aus: »Wegweiser«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Andersdenkende sind oft
ganz anders als wir denken.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Eng sind unsere
Vorstellungen vom Leben.
Der Himmel ist weit.
(ein Haiku aus seinen Werken)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das Schwierigste am Miteinander-Reden
ist für viele nicht das Reden,
sondern das Zuhören.
aus: »Durchblicke«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Über nichts wird mehr geredet als über Dinge,
die nicht der Rede wert sind.
aus: »einfach kompliziert einfach«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Aus Fehlern, die wir nicht zugeben,
können wenigstens andere etwas über uns lernen.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Auch eine Lebenskunst:
gegen den Strom zu schwimmen,
ohne dabei baden zu gehen.
aus: »Wegweiser«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Alle Freiheiten sollten sich nur die nehmen,
denen das Talent zur Selbstbeherrschung gegeben ist.
aus: »einfach kompliziert einfach»
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Es ist viel leichter
einen Menschen auf den Arm zu nehmen
als bei der Hand.
aus: »Wegweiser«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das Geliebtwerden ist manchmal nur
mit sehr viel Liebe zu ertragen.
aus: »Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Berechnende Zeitgenossen müssen damit leben,
dass ihnen das Leben irgendwann
einen Strich durch die Rechnung machen könnte
aus: »Gedankenwege. Aphorismen«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Am Fluss des Lebens:
Die Brücke der Begegnung
heißt Miteinander.
(aus seinen Werken)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Die lästigen Kleinkriege des Alltags
überleben wir am sichersten, indem wir
uns nicht kleinkriegen lassen.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Der Reichtum des Lebens liegt in unseren Beziehungen,
auch wenn wir gerade dort oft sehr schmerzlich
unsere Armut zu spüren bekommen.
aus: »Kurz und fündig«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen.
Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge.
aus: »Kurz und fündig«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Auf alle und alles angefressen zu sein,
ist ein typisches Merkmal geistiger Unterernährung.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Wer glaubt, den Überblick über alles zu haben,
leidet höchstwahrscheinlich an einem Mangel an Durchblick.
aus: »Durchblicke«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Wer den Glauben an die Zukunft verloren hat,
findet auch in der Gegenwart keinen Halt mehr.
aus: »Kurz und fündig«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Wir müssen damit rechnen, dass andere mit uns rechnen.
Wir können aber entscheiden, ob wir für sie ein Plus oder Minus sind.
aus: »einfach kompliziert einfach«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Auswege eröffnen sich nur jenen,
die auf dem Weg sind.
aus: »Lebensspuren«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Sich in Gottes Hände fallen zu lassen
und sein Leben in die Hand zu nehmen
sind keine Gegensätze, ganz im Gegenteil.
aus: »Gedankenwege. Aphorismen«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Nicht nur Unfälle, auch Glücksfälle
wollen verursacht werden.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Wichtigtuer erkennt man daran,
dass ihnen ihr Reden viel wichtiger ist
als ihr Tun.
aus: »Lebensspuren«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Dass alles zwei Seiten hat, heißt auch,
dass es überall eine Licht- und eine Schattenseite gibt.
aus: »Wegweiser«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Bessere Lebensqualität kostet nicht unbedingt mehr Geld,
aber ganz sicher mehr Zeit.
(aus: »Wegweiser«)
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Die Fähigkeit, Schönes zu entdecken,
zu erkennen und zu erleben,
wird gespeist von der Bereitschaft,
sich zu öffnen.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Gedanken, die unseren Geist beherrschen,
spielen in unserem Leben die erste Geige.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Unser Leben wäre um einiges leichter,
wenn es uns nicht so schwer fiele,
das Schwierige vom Leichten zu unterscheiden.
aus: »Bemerkenswert«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Jedes erreichte Ziel
ist ein hervorragender Startplatz für
einen Aufbruch zu neuen Ufern.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Unser Denken liefert uns den Maßstab,
mit dem wir die Gedanken anderer messen und bewerten.
aus: »Bemerkenswert«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das Wesentliche im Umgang miteinander ist nicht der Gleichklang,
sondern der Zusammenklang.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Bevor unsere Träume Früchte tragen können,
müssen sie in der Wirklichkeit Wurzeln geschlagen haben.
aus: »Durchblicke«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Bei Karrieremenschen ist die Rücksichtslosigkeit
eine reine Vorsichtsmaßnahme.
aus: »Durchblicke«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das Leben kann uns viel Freude bereiten,
wenn wir bereit sind für das,
was es für uns bereithält.
aus: »einfach kompliziert einfach«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das wirksamste Stärkungsmittel für unsere Schwächen
ist ein gesundes Selbstvertrauen.
aus: »einfach kompliziert einfach«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Menschen,
in deren Gedankenwelt wir uns hineinversetzen können,
stehen uns näher.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Auf dem richtigen Weg ist,
wer seinem Gewissen folgt.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Die Irrtümer von heute
sind die Katastrophen von morgen.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Bei Menschen, die von sich behaupten, dass sie alle gleich behandeln,
haben wir oft das schreckliche Gefühl, dass sie wirklich alle gleich behandeln:
gleich schlecht.
aus: »Kurz und fündig«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Sich füreinander zu erwärmen
ist eine überaus menschenfreundliche Energie.
aus: »Zwischenrufe«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Das Schweigen der Opfer
hört sich ganz anders an
als das Schweigen der Täter.
aus: »Wegweiser«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Komisch: Die immer im Mittelpunkt stehen müssen,
merken es nie, wenn sie sich
daneben benehmen.
aus: »Lebensspuren«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
Schönwetterbeziehungen haben den Nachteil,
dass wir aus allen Wolken fallen, sobald es
blitzt und kracht.
aus: »Heutzutage«
© Ernst Ferstl
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, *1955
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