Man sollte den Menschen als Kunstwerk anerkennen.
Vielleicht könnte das
seinen Wert als Mensch wieder steigern.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Der Mensch klagt Gott an,
warum er all die Grausamkeiten in der Welt geschehen lässt
und begeht sie.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Das Recht auf Arbeit
ist heute auf den Wert eines Lotterieloses herabgesunken.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Den Durchschnittsmenschen berührt eigentlich nur,
was er selbst um die Ohren bekommt.
(aus: »Aphorismen von A-Z«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Er ist einsam.
Es fehlt jemand, der ihm in sein leben hineinredet.
(aus: »Aphorismen von A-Z«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Nicht immer ist es die Tür, die uns vom Nachbarn trennt.
Oft sind es die Welten.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Immer mehr muss die Vielfalt der Natur
der Einfalt des Menschen weichen.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Können wir uns von
den verbrechen, die wir erdulden,
freisprechen?
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Der beständigste Teil eines Denkmals
ist der Sockel.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Es gibt ewige Wahrheiten,
aber leider eine sich ständig ändernde Rechtsauffassung.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Der einzige Marsch, den ich akzeptiere,
ist der Schweigemarsch.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Heute schlägt man den Menschen nicht mehr an's Kreuz.
Man bricht's ihm.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Die meisten werden heute nicht mehr aus Schamgefühl rot,
sondern aus Unverschämtheit.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Von Buch zu Buch wird man klüger,
von Mensch zu Mensch erfahrener.
(aus: »Kleine Bilanzen«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Um die Leute vom Denken abzulenken,
wurde eine ganze Industrie geschaffen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Kultur ist,
wie man mit anderen Kulturen umgeht.
(aus: »Gedanken sind unhöflich. Sie kommen ohne anzuklopfen.«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Zur Wahrheitsfindung bedarf es keiner großen Worte,
sondern klarer Aussagen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Wache Menschen
sind Ruhestörer.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
o Lebt in Berlin
o Übte verschiedene Berufe aus, vom Schweißer bis zum Altenpfleger
o Editierte von 1976 bis 1985 die "Pegasus-Reihe, Reihe für Literatur" und von 1983 bis 1985 die Reihe "Kerben, Lyrik und Graphik in Einzelblättern"
o Bisher neun eigenständige Buchveröffentlichungen und ein Hörbuch; zuletzt "Blitze aus heiterem Himmel", Neue Aphorismen, Pegasus, Berlin 2012
o Zahlreiche Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien, auf verschiedenen Internetportalen und im Rundfunk.
Arbeitsschwerpunkt seit fast vier Jahrzehnten: Aphorismen
o 1970: 2. Preis beim Reportagewettbewerb des "Werkkreises für Literatur der Arbeitswelt"
o 2010: 1. Preis beim
Aphorismenwettbewerb des "Deutschen Aphorismus-Archivs" (DAphA) in Hattingen
o Der Stadthaus Verlag zeigt auf seinen Internetseiten
Aphorismen und
Epigramme von Harald Schmid
o Folgende Bücher können
über mich vom Autor handsigniert bestellt werden:
• "Aphorismen von A -Z", Stadthaus Verlag, Blankenfelde bei Berlin 2001, 128 Seiten, 12 Euro.
• "Kleine Bilanzen", Aphorismen, Pegasus, Berlin 2010, 116 Seiten, 19.50 Euro.
• "Blitze aus heiterem Himmel", Neue Aphorismen, Pegasus, Berlin 2012, 86 Seiten, 14.50 Euro.
(Alle Preise zzgl. Porto)
Um in die Zukunft zu sehen, braucht man kein Hellseher sein.
Man braucht sich nur in der Gegenwart umschauen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Toleranz der Intoleranz
ist Ignoranz der Toleranz.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Saubere Leute
haben große Teppiche.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Zum Buch
Zum zweiten Mal nach 2008 hat der »Förderverein Deutsches Aphorismus-Archiv Hattingen e.V.« einen Aphorismenwettbewerb ausgeschrieben. Die Infektion kam zustande: Genau 361 Einsendungen haben gezeigt, dass man "Hattingen" und DAphA in der offensichtlich großen Welt der kleinen Sprüche nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern dass man sich von diesem Erreger auch kreativ anstecken lässt. Die Juroren haben sich mit allen Texten kritisch beschäftig und einigten sich zunächst auf 31 Autor/innen für die engere Wahl und dann in längeren inhaltlichen Diskussionen auf die zehn Preisträger/innen. Kriterien waren die sprachliche Gestaltung, das gedankliche Innovationspotential, sowie die Originalität und die Wirkung auf den Leser.
Ein Schmankerl für alle Freunde der "Literatur der wenigen Worte"...
Nach dem Jahrmarkt der Eitelkeiten
kommt das große Abschminken.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Man kann die Augen vor der Wirklichkeit
auch mit offenen Augen verschließen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Lass dir die Zeit nicht stehlen.
Nimm sie einfach.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Katastrophe -
Notbremse des Fortschritts.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Jeder Alte ist schon mal
bei einem Jungen in die Lehre gegangen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Im Alltag
werden Funken zu Späne verarbeitet.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Halbleser sind Menschen,
die nur das lesen, was in Büchern steht.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Besitz grenzt ein.
Die Welt gehört den Besitzlosen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Als verrückt gilt, wer die Dinge verrückt, um sie gerade zu rücken,
als normal gilt, wer die Dinge gerade sein läßt
und den Wahnsinn, ohne ihn zu hinterfragen, billigt.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Gewalt gehört heute so selbstverständlich zu unserem Leben,
wie der wöchentliche Tatort im Fernsehen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Fantasie ist
ein Balanceakt auf einem Regenbogen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
Ein guter Aphorismus ist
wie die gefundene Nadel im Heuhaufen.
(aus: »Blitze aus heiterem Himmel«)
© Harald Schmid
deutscher Aphoristiker, * 1946
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