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21.03.2013
*Bernard le Bovier de Fontenelle*
Das Gedächtnis ist
der fast unversöhnliche Feind der Beurteilung.
(zugeschrieben)
»Bernard le Bovier de Fontenelle«
französischer Schriftsteller und Aufklärer, 1657-1757
Kommentare
Ich finde, diese Aussage ist ziemlich schwer zu verstehen. Ist z.B. das häufige Phänomen gemeint, dass Verstorbene Heiligenscheine aufgesetzt bekommen?
Der Zahn der Zeit legt den Nebel auf die Dinge und es ist erstaunlich, wie weit weg wir Monate später sind. Auf der anderen Seite ist es gut, dass man Abstand gewinnt.
Monate später sieht und beurteilt man die Dinge ganz anders als im ersten emotionalen Augenblick.
Ich interpretiere die Aussage so:
Eine einmal gemachte Erfahrung - ganz gleich, ob positiv oder negativ - läßt es kaum noch zu, zu einem späteren Zeitpunkt eine unvoreingenommene Beurteilung abzugeben.
Das Gedächtnis hat die Erfahrung gespeichert und wird sie immer wieder "ins Gewissen rufen". Objektiv kann dann eine Beurteilung nicht mehr sein, auch wenn man sich im Klaren darüber ist, daß die Erfahrung eine Ausnahme sein könnte und keineswegs allgemeingültig ist.
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