Wäre die Liebe ein physikalisches Phänomen,
als Freude am Besitz, Freude an Vollkommenheit, Erinnerung an Freude oder dergleichen,
so liebten wir nicht Unvollkommenes, Abwesendes, Tote.
Je vollkommener und je gegenwärtiger etwas ist,
desto schwerer ist es uns, es zu lieben.
(aus: »Auf dem Fechtboden des Geistes - Aphorismen aus seinen Notizbüchern«)
Walther Rathenau
deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker, 1867-1922