Christina von Schweden (eigentlich Kristina, nach ihrem Übertritt zum Katholizismus Maria Alexandra) (17. Dezember 1626 in Stockholm; † 19. April 1689 in Rom), zweite Tochter des schwedischen Königs Gustav II. Adolf (1594–1632) und seiner Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg (1599–1655), war von 1632 bis 1654 Königin von Schweden und von 1648 bis 1654 Herzogin des Herzogtums Bremen und Verden.
Christina wurde gerne als „Pallas“ oder „Semiramis des Nordens“ bezeichnet. Es gab aber auch viele andere Geschichten und Gerüchte. Sie hatte wenig Weibliches in ihrem Auftritt, hatte eine tiefe Stimme, ging meistens einfach und als Mann in Hosen und Stiefel gekleidet und ließ sich ihre Haare wie ein Mann schneiden. Sie hatte eine ausgeprägte Vorliebe für erotische Kunst, Literatur und Autoren wie Pietro Aretino. Als sie zweiundzwanzig Jahre alt war, kannte sie die Ars amatoria und einige Epigramme von Marcus Valerius Martialis auswendig. Verschiedentlich wurde angenommen, sie sei lesbisch oder bisexuell veranlagt gewesen. Insbesondere ihre von 1644 bis 1662 andauernde Zuneigung zu ihrer Hofdame Ebba Sparre (1626–1662) ist in zeitnahen Quellen dokumentiert, beispielsweise in ihrem Briefwechsel. Andererseits vermutete man auch eine Liebesbeziehung zu ihrem engen Vertrauten Kardinal Dezio Azzolini, der sich deswegen sogar mehrfach vor dem Papst verantworten musste. In ihrer Jugend schwärmte sie für den Grafen Magnus Gabriel De la Gardie, der dies zur Förderung seiner diplomatischen Karriere ausnutzte und dann eine enge Freundin Christinas heiratete. Sie weigerte sich ihr ganzes Leben lang, zu heiraten – allein die Vorstellung einer Abhängigkeit von einem Mann erregte in ihr eine heftige Abneigung.
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Quelle und zur ausführlicheren Biographie bei Wikipedia
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