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07.02.2013
*Edith Linvers*
Wer sich wie ein Fähnchen dreht,
sollte vorher feststellen,
in welche Richtung der Wind weht.
(aus: »Mit Rückenwind«)
© Edith Linvers
deutsche Schriftstellerin und Aphoristikerin, * 1940
Kommentare
Das Bild ist insofern etwas schief, da zur Kennzeichnung eines Windes nicht die Richtung angegeben wird, wohin er weht, sondern die Himmelsrichtung woher er kommt. Ein Südwind kommt vom Süden und weht nach Norden. Bei den Wasserströmungen verfährt man umgekehrt. Trotz dieser sprachlichen Unergründlichkeit hat ein Opportunist natürlich kein Problem, sich beliebig oft mit dem Wind zu drehen und sich nach jeder politischen und geistigen Strömung (stromlinienförmig) auszurichten. Nicht wenige von dieser Spezies besteigt einen Bus sicherheitshalber erst an der Endstation.
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